CBD bei Migräne

Fast jeder zehnte Mensch weltweit leidet unter Migräne oder starken Kopfschmerzen. Tausende Betroffene suchen deshalb fachliche Hilfe und gehen regelmäßig zum Arzt. Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung – und die Frage bleibt: Lässt sie sich effektiv behandeln? Und wenn ja, wie?
Die gute Nachricht ist, dass CBD eine unterstützende Rolle bei der Bewältigung von Migräne spielen kann, insbesondere im Rahmen der Prävention und der Beeinflussung möglicher Auslöser.

 

In diesem Artikel erfahren Sie:

Wie wirkt CBD bei Migräne?

CBD wirkt nicht wie ein klassisches Analgetikum, das den Schmerz sofort „abschaltet“. Seine Wirkung liegt vor allem in der Regulation des Endocannabinoid-Systems (ECS), das an der Steuerung von Schmerz, Entzündungsprozessen, Stressreaktionen, Schlafqualität und neuronaler Reizbarkeit beteiligt ist – also Faktoren, die häufig mit Migräne zusammenhängen.

 

Im Gegensatz zu THC aktiviert CBD die CB1-Rezeptoren im Gehirn und Nervensystem nicht direkt. Es wirkt jedoch indirekt – unterstützt das Gleichgewicht des Endocannabinoid-Systems, erhöht die Verfügbarkeit körpereigener Endocannabinoide (z. B. Anandamid) und beeinflusst weitere an der Schmerzregulation beteiligte Rezeptoren wie TRPV1 sowie Serotoninrezeptoren (5-HT1A).

 

Durch diese Mechanismen kann CBD die Reduktion von Neuroinflammation unterstützen, die Überempfindlichkeit des Nervensystems dämpfen, Übelkeit und Stress lindern und gleichzeitig einen erholsamen Schlaf fördern. Gerade Stress, Schlafstörungen und erhöhte neuronale Reizbarkeit zählen zu den häufigen Triggern. CBD kann daher insbesondere in der langfristigen Prävention und zur Abschwächung der Intensität der Beschwerden eine wichtige Rolle spielen. Die Wirkung ist jedoch individuell.

Was sagen Studien zu CBD bei Migräne?

Ältere Studien (2016–2020)

  • Die Studie aus dem Jahr 2016 zeigte eine deutliche Reduktion der durchschnittlichen monatlichen Migränehäufigkeit – von 10,4 auf 4,6 Anfälle – bei Patienten, die medizinisches Cannabis verwendeten. Es handelte sich jedoch um eine retrospektive Analyse von Patientendaten, und die Studie bewertete nicht die Wirkung von CBD allein, sondern Cannabis insgesamt, einschließlich THC.
  • Die Studie aus dem Jahr 2018 bezeichnete Cannabis als vielversprechende unterstützende Option bei der Schmerzbewältigung, einschließlich migränebedingter Schmerzen. Die Autoren betonten jedoch die Notwendigkeit weiterer hochwertiger klinischer Studien.
  • Die Studie aus dem Jahr 2020 untersuchte die Wirkung von CBD bei chronischen Schmerzen und wies auf dessen Potenzial hin, den Schlaf zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren – Faktoren, die häufig mit Migräne in Zusammenhang stehen. Die Studie fokussierte sich jedoch nicht explizit auf Migräne als Diagnose.

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🧠 Neuere Studien (2024–2025)

Die neuesten klinischen Daten liefern wichtige Einordnungen:

  • CBD allein hat bislang keinen eindeutig nachgewiesenen Effekt bei einem akuten Migräneanfall.
  • Die Kombination aus CBD + THC zeigte jedoch in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie eine deutlich bessere Wirkung als Placebo, insbesondere in inhalativer (vaporisierter) Form.
  • Bei einem Teil der Teilnehmenden wurde eine Linderung der Schmerzen sowie begleitender Symptome (Lichtempfindlichkeit, Übelkeit) beschrieben, mit einer Wirkungsdauer von bis zu 24–48 Stunden.

Die aktuelle Datenlage deutet darauf hin, dass isoliertes CBD bei akuter Migräne nur begrenzt wirksam sein kann, während die Kombination mehrerer Cannabinoide möglicherweise stärker wirkt – vermutlich durch den sogenannten Entourage-Effekt. Die Forschung in diesem Bereich läuft weiterhin.

Quellen & Studien

Wie lautet die CBD-Dosierung bei Migräne?

🔎 Welches Produkt ist sinnvoll?

  • 10 % CBD Öl – für langfristige Unterstützung und Regelmäßigkeit (Prävention).
  • 20 % CBD Öl – wenn Sie eine stärkere Variante oder einen schnelleren Wirkungseintritt möchten.
  • CBD Tee – abendliche Entspannung, Beruhigung und Routine (Schlafunterstützung).
  • CBD Pflaster – lokal bei Verspannungen (z. B. im Bereich der Halswirbelsäule).

Wenn Sie wissen, dass Ihre Kopfschmerzen zu einer bestimmten Tageszeit auftreten, passen Sie die Einnahme daran an und beginnen Sie idealerweise etwa 30 Minuten vor dem erwarteten Anfall mit CBD. Für viele Menschen ist vor allem Regelmäßigkeit und die langfristige Arbeit an Triggern (Stress, Schlaf, Verspannungen) entscheidend.

Empfohlene Dosierung bei wiederkehrender Migräne

Beginnen Sie mit der Einnahme von 10 % CBD Öl.

Zeitraum Morgens Mittags Abends
Woche 1–2 1 Tropfen 1 Tropfen 1 Tropfen
Woche 3–4 2 Tropfen 2 Tropfen 2 Tropfen
Woche 5–6 3 Tropfen 3 Tropfen 3 Tropfen

Unter die Zunge geben. 5 Minuten vor und nach der Anwendung nichts essen oder trinken.

🌿 Für langfristige Unterstützung (Prävention)

Wenn Migräne wiederkehrend auftritt, sind Regelmäßigkeit und Mikrodosierung sinnvoll. Beginnen Sie langsam und beobachten Sie die Reaktionen Ihres Körpers.

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Bei wiederkehrender Migräne nehmen Sie CBD regelmäßig 2–3× täglich ein. Wenn dennoch Kopfschmerzen auftreten, kann die Dosis einmalig erhöht werden (im Rahmen Ihrer Verträglichkeit und Erfahrungen).

Empfohlene Dosierung bei akuter Migräne

Verwenden Sie 20 % CBD Öl.

Phase Morgens Mittags Abends
Akute Phase 1/2 Pipette – 1 Pipette 1/2 Pipette – 1 Pipette 1/2 Pipette – 1 Pipette

Tragen Sie die Dosis so auf, dass Sie sie für einen schnelleren Wirkungseintritt sanft zwischen Zahnfleisch und Lippe einmassieren. Die Wirkung kann individuell variieren.

⚡ Wenn Sie einen schnelleren Wirkungseintritt möchten

Für manche Menschen ist es sinnvoll, eine stärkere Variante „auf Vorrat“ zu haben. Entscheidend sind Darreichungsform und Timing.

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CBD Tee als Unterstützung bei Migräne

CBD Tee kann die abendliche Routine sinnvoll ergänzen, zur Entspannung beitragen und die Regeneration unterstützen. Viele Menschen integrieren ihn regelmäßig (z. B. gegen 18 Uhr). Schauen Sie auch, wie Hanftee richtig zubereitet wird.

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CBD Pflaster – wenn Kopfschmerzen von der Halswirbelsäule kommen

Kopfschmerzen können bei manchen Menschen mit Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule, überlasteter Muskulatur oder langanhaltendem Stress zusammenhängen. Gerade dieser Bereich ist häufig eine Quelle von Beschwerden, die „nach oben“ in den Kopf ausstrahlen können.

 

CBD Pflaster sind für die lokale Anwendung gedacht – häufig genau im Bereich der Halswirbelsäule. Wirkstoffe werden über die Haut nach und nach freigesetzt (transdermal) und wirken gezielt am Applikationsort.

 

Einige Menschen berichten, dass:

  • das Aufkleben des Pflasters im Nackenbereich zur Linderung von Verspannungen beitragen kann,
  • das Gefühl der Entspannung mit einer Erleichterung bei Kopfschmerzen verbunden sein kann,
  • die Kombination aus lokaler Pflege (Pflaster) und systemischer Unterstützung (CBD Öl) für sie sinnvoller ist als nur eine einzelne Form.

CBD Pflaster wirken nicht wie klassische Schmerzmittel, können jedoch als unterstützendes Element bei Beschwerden wahrgenommen werden, die mit Spannung und Überlastung im Bereich der Halswirbelsäule zusammenhängen. Die Wirkung ist individuell und hängt von der konkreten Ursache der Beschwerden ab.

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Tipp: Pflaster auf saubere und trockene Haut aufkleben (nicht auf verletzte Haut).

🎯 Probieren Sie auch CBD Produkte aus

Produkte mit CBD können ein unterstützender Bestandteil in der langfristigen Arbeit an Triggern (Stress, Schlaf, Verspannungen) sein.

Produkte ansehen

Welche weiteren Produkte kann man bei Migräne verwenden?

Die besten Erfahrungen in der Hanfberatung gibt es meist mit den oben genannten Produkten – also mit 10 % und 20 % CBD Öl – insbesondere dank der Möglichkeit der Mikrodosierung (Aufteilung in mehrere kleinere Dosen über den Tag). Als Ergänzung der Routine wird häufig auch Tee kombiniert. Manche Anwender nutzen zusätzlich:

  • CBD Kapseln – länger anhaltende Wirkung, bei manchen Menschen z. B. nachts sinnvoll
  • CBD Vaporisierung – schnellerer Wirkungseintritt (Form und Produkt sind entscheidend)
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Hat CBD bei Migräne Nebenwirkungen?

CBD wird in der Regel gut vertragen, Reaktionen können jedoch individuell ausfallen. Wenn Sie Medikamente einnehmen, chronische Beschwerden haben oder sich Ihr Zustand verschlechtert, empfehlen wir die Rücksprache mit einem Arzt.

Erfahrungen mit CBD Tropfen bei Migräne

"Meine Erfahrung mit CBD ist so positiv, dass ich nach 40 Jahren schwerer Migräne vollständig migränefrei bin. Während der Einnahme von CBD Öl = 0 Anfälle, keine Migräne. Ich bin dankbar, dass ich eine Lösung gefunden habe."

 

Andrea

 

„Guten Tag, ich habe begonnen, 10 % CBD Hanföl vor allem wegen häufiger Migräne und fehlender Lebenslust einzunehmen. Ich war schwach, müde und schlief schlecht. Nach etwa zwei Wochen hat sich mein Schlaf verbessert, es kam eine ruhigere Stimmung – kurz gesagt: Mich hat nicht mehr so schnell etwas aus der Bahn geworfen. Zusätzlich habe ich auch CBD Tee getrunken, vor allem vor dem Schlafengehen.“

 

Kerstin

Ist die Anwendung von CBD bei Migräne legal?

Ja. CBD Produkte mit sehr niedrigem THC-Gehalt sind (je nach geltenden nationalen Vorgaben) legal erhältlich und werden häufig als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Achten Sie dabei besonders auf Qualität, Analysen und eine transparente Zusammensetzung.

Häufige Fragen zu CBD und Migräne

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Hilft CBD bei Migräne?

Bei manchen Menschen kann die langfristige Anwendung von CBD dazu beitragen, die Häufigkeit oder Intensität der Beschwerden zu reduzieren – insbesondere wenn Migräne mit Stress, Schlaf, Verspannungen oder Entzündungsprozessen zusammenhängt. Die Wirkung ist individuell.
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Wirkt CBD auch bei einem akuten Migräneanfall?

CBD allein hat keinen nachgewiesen starken Effekt bei akuter Migräne. In klinischen Daten wurde ein deutlicherer Effekt bei der Kombination aus CBD + THC beschrieben – insbesondere in inhalativer (vaporisierter) Form.
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Wie schnell kann sich eine Veränderung zeigen?

Bei vielen Menschen zeigen sich erste Veränderungen (z. B. besserer Schlaf oder weniger Spannung) innerhalb von 1–3 Wochen regelmäßiger Anwendung. Entscheidend sind Trigger, Dosierung und Darreichungsform.
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Ist die Anwendung von CBD sicher?

CBD wird in der Regel gut vertragen. Wenn Sie Medikamente einnehmen, schwanger sind/stillen oder sich die Migräne verschlimmert, wird eine Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.

Autor des Artikels: Andreas Stovicek

 

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