CBD-Öl für Katzen – Wirkung, Produktauswahl, Dosierung und Studien

Autorin des Artikels: Lucy Garabas

 

CBD wirkt bei Katzen ähnlich wie bei allen anderen Säugetieren. Am häufigsten wird CBD bei Katzen zur Reduzierung von Stress, gegen Angstzustände, bei Schmerzen sowie unterstützend bei epileptischen Anfällen eingesetzt. In diesem Artikel finden Sie folgende Informationen:

Bei welchen Beschwerden kann CBD Katzen unterstützen?

Am häufigsten wenden sich Katzenhalter mit folgenden Problemen an uns:

Zusammenfassung des Artikels:

  • CBD kann Katzen bei Epilepsie, Angstzuständen, chronischen Schmerzen, Arthritis, Tumorerkrankungen und weiteren gesundheitlichen Beschwerden unterstützen. Es handelt sich um ein natürliches Produkt mit vergleichsweise wenigen Nebenwirkungen.
  • Katzen besitzen ebenso wie Menschen und Hunde ein Endocannabinoid-System. Ihr Stoffwechsel unterscheidet sich jedoch deutlich – CBD wird bei Katzen wesentlich besser aufgenommen, wenn es nach einer Mahlzeit verabreicht wird.
  • Wählen Sie für Katzen stets THC-freie Produkte, da THC für Katzen giftig ist. Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten sollte die Dosierung mit einem Tierarzt abgestimmt werden.

Anwendung von CBD bei Katzen:

1. Tumorerkrankungen

Wenn Ihre Katze wegen einer Krebserkrankung behandelt wird, kann CBD die Erkrankung zwar nicht heilen, jedoch ihr tägliches Wohlbefinden deutlich verbessern. Chemotherapie, Bestrahlung und Operationen sind für Tiere sehr belastend – an dieser Stelle kann CBD als natürliche Unterstützung dienen. Es kann helfen, Begleiterscheinungen der Behandlung besser zu bewältigen und Schmerzen zu lindern.

 

Im Rahmen einer onkologischen Behandlung kann CBD Katzen insbesondere in folgenden Bereichen unterstützen:

  • Linderung von Entzündungen
  • Linderung von Knochenschmerzen
  • Unterstützung der Verdauung
  • Linderung von Übelkeit
  • allgemeine Schmerzlinderung
  • Beruhigung und Reduzierung von Stress
  • Entspannung bei unruhigen Katzen
  • Unterstützung bei depressionsähnlichen Symptomen

Forschungen deuten außerdem darauf hin, dass CBD direkt auf Krebszellen einwirken kann. Eine Studie aus dem Jahr 2011 des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston zeigte, dass CBD den programmierten Zelltod bei Brustkrebszellen auslösen kann. Im selben Jahr wurde eine weitere Studie veröffentlicht, der zufolge CBD die Fähigkeit von Tumorzellen verringern kann, sich in andere Körperregionen auszubreiten. Wissenschaftler stellten zudem fest, dass CBD möglicherweise die sogenannte Angiogenese beeinflusst – also den Prozess, bei dem ein Tumor eigene Blutgefäße bildet und sich dadurch mit Nährstoffen versorgt.

 

Wichtig: CBD ist keine Krebsbehandlung. Es handelt sich um eine unterstützende Maßnahme, die Katzen helfen kann, sich wohler zu fühlen und eine anspruchsvolle Therapie besser zu verkraften.

2. Epilepsie

Epileptische Anfälle sind sowohl für die Katze als auch für ihre Halter sehr belastend. CBD gehört in diesem Bereich zu den am besten untersuchten natürlichen Substanzen – und die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend.

 

Eine abgeschlossene klinische Pilotstudie von Dr. Stephanie McGrath von der Colorado State University mit 16 Hunden ergab, dass bei 89 % der Hunde, die CBD erhielten, die Häufigkeit der Anfälle zurückging (McGrath et al., 2019). Diese Ergebnisse eröffnen den Weg für weitere Forschungen zu CBD als mögliche Ergänzung oder Alternative zu konventionellen Antikonvulsiva bei Tieren.

 

Warum kann CBD bei Epilepsie hilfreich sein? Anfälle entstehen durch eine übermäßige und unkontrollierte elektrische Aktivität im Gehirn. CBD kann dazu beitragen, diese Aktivität zu dämpfen, indem es die Funktion neuronaler Kanäle beeinflusst – also jener „Leitungswege“, über die das Gehirn Signale weitergibt. Dadurch kann die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls auf natürliche Weise sinken.

 

Studien an Menschen mit einer schweren Form der Epilepsie – dem Dravet-Syndrom – haben zudem eine klinische Wirksamkeit von CBD bei der Verringerung von Anfällen gezeigt. Dies spricht dafür, die Wirkung auch bei Tieren weiter zu untersuchen.

 

Eine neue pharmakokinetische Studie aus dem Jahr 2023 ergab direkt bei Katzen, dass bei einer Dosis von 5 mg/kg CBD-Plasmakonzentrationen erreicht werden können, die für einen therapeutischen Einsatz bei Epilepsie relevant sein könnten (Jukier et al., 2023). Damit gehört dieser Bereich zu den vielversprechendsten Forschungsrichtungen zu CBD bei Katzen.

 

CBD besitzt daher bei Katzen mit Epilepsie ein großes Potenzial als natürliches Antikonvulsivum – also als Substanz, die Krämpfe und epileptische Anfälle verringern oder verhindern kann.

3. Entzündungen und Arthritis

Ist Ihnen aufgefallen, dass Ihre Katze schlechter springt, vor Treppen zögert oder sich insgesamt weniger bewegt? Dahinter kann Arthritis stecken – eine Gelenkerkrankung, die vor allem ältere Katzen betrifft und mit chronischen Schmerzen sowie Entzündungen einhergeht.

 

CBD kann an zwei Stellen gleichzeitig unterstützen: Es kann Schmerzen lindern und Entzündungsprozesse beeinflussen. Dies geschieht unter anderem über den sogenannten Vanilloid-Rezeptor – einen Rezeptor, der an der Schmerzwahrnehmung beteiligt ist. Ist dieser Rezeptor weniger aktiv, kann die Katze Schmerzen schwächer wahrnehmen.

 

Gleichzeitig wirkt CBD auf das Endocannabinoid-System, das unter anderem an der Steuerung natürlicher entzündungshemmender Prozesse beteiligt ist. Dadurch kann CBD nicht nur Entzündungen in den Gelenken, sondern möglicherweise auch im Darm, im Magen oder im Gehirn beeinflussen.

 

Auch Forschungsergebnisse weisen in diese Richtung: Bereits im Jahr 2000 zeigte eine Studie an Nagetieren, dass CBD das Fortschreiten einer Arthritis verlangsamen und Gelenke vor Schäden schützen kann. Im Jahr 2023 wurde außerdem erstmals ein Fallbericht veröffentlicht, der eine erfolgreiche Anwendung von CBD bei chronischen Arthroseschmerzen direkt bei einer Katze beschreibt.

4. Chronische Schmerzen

Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Daher bemerken Halter oft erst spät, dass ihr Tier leidet. Typische Hinweise auf chronische Schmerzen sind Verhaltensänderungen, geringere Aktivität, das Meiden von Berührungen oder ein verändertes Gangbild.

 

CBD kann sowohl körperliche als auch neuropathische Schmerzen lindern – also Schmerzen, die durch eine Schädigung der Nerven verursacht werden. Dies ist insbesondere bei Katzen mit Arthritis oder anderen Gelenkproblemen von Bedeutung, da konventionelle Schmerzmittel nicht immer eine sichere Wahl darstellen. Die Leber von Katzen verarbeitet Medikamente anders als die von Hunden oder Menschen, und zahlreiche gängige Schmerzmittel sind für Katzen giftig. CBD kann hier eine schonendere unterstützende Alternative darstellen.

5. Diabetes

Diabetes bei Katzen hat häufig auch eine entzündliche Komponente. Deshalb könnte CBD eine unterstützende Rolle spielen. Eine in einer Fachzeitschrift veröffentlichte Studie bestätigte, dass das Endocannabinoid-System wesentlich an entzündlichen Prozessen beteiligt ist, die mit der Entstehung von Diabetes und seinen Folgeerkrankungen zusammenhängen. Weitere Untersuchungen an Mäusen zeigten, dass CBD möglicherweise das Diabetesrisiko senken und die Durchblutung bei diabetischen Tieren verbessern kann. Diese Ergebnisse sind bislang vorläufig, aber vielversprechend.

6. Panik, Angst und Trennungsstress

Katzen sind empfindsame Tiere, und Stress belastet sie oft stärker, als viele Halter vermuten. Ein Umzug, ein Tierarztbesuch, ein neues Tier im Haushalt oder eine längere Abwesenheit der Bezugsperson können eine Katze erheblich aus dem Gleichgewicht bringen. Die Anzeichen von Angst sind dabei nicht immer eindeutig: Möglich sind übermäßiges Miauen, destruktives Verhalten, Appetitlosigkeit oder im Gegenteil ungewöhnlich starke Anhänglichkeit.

 

CBD kann unterstützen, indem es im Gehirn der Katze vorübergehend den Serotoninspiegel beeinflusst – einen Botenstoff, der an Stimmung und Wohlbefinden beteiligt ist.

 

Die Forschung in diesem Bereich entwickelt sich rasch weiter. Eine im Februar 2024 in der Fachzeitschrift Heliyon veröffentlichte Studie zeigte erstmals direkt, dass Katzen nach der Verabreichung von CBD deutlich weniger Stresssymptome bei der Trennung von ihrer Bezugsperson aufwiesen. Eine weitere Studie aus demselben Jahr bestätigte, dass CBD auch Stressreaktionen beim Reisen und beim Kontakt mit fremden Menschen reduzieren kann – Situationen, die viele Katzen nur schwer tolerieren.

Wie wirkt CBD bei Katzen eigentlich?

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol – einen natürlichen Stoff, der aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Es gehört zu den mehr als 110 sogenannten Cannabinoiden, die in Hanf vorkommen. Wichtig zu wissen ist, dass CBD nicht psychoaktiv ist. Das bedeutet, dass es die Katze weder berauscht noch ihr Bewusstsein verändert. Für die berauschende Wirkung von Cannabis ist ein anderer Stoff verantwortlich: THC. Genau hier liegt der entscheidende Unterschied. Während Menschen geringe Spuren von THC in der Regel tolerieren, ist THC für Katzen giftig. Wählen Sie deshalb ausschließlich THC-freie Produkte oder Präparate mit einem zertifiziert minimalen THC-Gehalt. Sicherheit bieten Ihnen zugelassene veterinärmedizinische Präparate.

 

CBD wirkt im Körper über das sogenannte Endocannabinoid-System – ein natürliches Regulationssystem, das bei allen Säugetieren, einschließlich Katzen, vorhanden ist. Mehr dazu erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

 

Interessant zu wissen: Hanf wird seit fast 1.000 Jahren in der traditionellen Heilkunde verwendet. Tierärzte und Wissenschaftler untersuchen heute, wie seine Inhaltsstoffe Tiere unterstützen können – und die Ergebnisse werden zunehmend vielversprechender.

 

Das Endocannabinoid-System der Katze

Damit CBD im Körper einer Katze wirken kann, benötigt es bestimmte „Andockstellen“. Diese werden durch die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems bereitgestellt. Dieses System besitzen alle Säugetiere. Bei Katzen funktioniert es ähnlich wie beim Menschen, kann jedoch empfindlicher reagieren.

 

Das Endocannabinoid-System können Sie sich als inneres Regulationsnetzwerk des Körpers vorstellen. Es trägt dazu bei, verschiedene Vorgänge im Gleichgewicht zu halten – von der Stimmung über die Verdauung bis hin zur Schmerzwahrnehmung. Bei Katzen ist es unter anderem beteiligt an:

  • Gleichgewicht und Koordination
  • Muskelbewegungen
  • Fortpflanzungsfunktionen
  • Appetit
  • Verdauungstrakt
  • Gedächtnis
  • Herzfrequenz und Blutdruck
  • Wahrnehmung von Schmerz und Wohlbefinden
  • Stimmung und emotionaler Stabilität
  • Entwicklung des Gehirns

Das System funktioniert so, dass der Körper selbst natürliche Stoffe – sogenannte Endocannabinoide – bildet, die diese Rezeptoren aktivieren. CBD aus Hanf wirkt auf ähnliche Weise: Es beeinflusst dieselben Rezeptorsysteme und kann dem Körper helfen, das Gleichgewicht dort zu erhalten oder wiederherzustellen, wo es gestört ist.

Was sind Cannabinoid-Rezeptoren?

Cannabinoid-Rezeptoren sind im Grunde „Empfänger“, die sich auf der Oberfläche von Zellen befinden. Sie nehmen Signale aus ihrer Umgebung auf und leiten sie in die Zelle weiter, die anschließend entsprechend reagiert. Es gibt zwei Haupttypen:

1. CB1-Rezeptoren

CB1-Rezeptoren befinden sich vor allem im Gehirn und im Rückenmark. Sie beeinflussen unter anderem Gedächtnis, Stimmung, Appetit und Schmerzwahrnehmung. Sie spielen eine zentrale Rolle für die Funktion des Nervensystems der Katze. Über diese Signalwege kann CBD beispielsweise bei Angstzuständen oder Epilepsie unterstützend wirken.

2. CB2-Rezeptoren

CB2-Rezeptoren sind hauptsächlich im Immunsystem zu finden. Wenn CBD diese Rezeptorsysteme beeinflusst, können natürliche entzündungshemmende Prozesse im Körper der Katze angeregt werden. Deshalb wird CBD häufig bei Arthritis, Entzündungen oder zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt.

Wirkt CBD auf Katzen berauschend?

Nein. CBD selbst ist nicht psychoaktiv. Es verändert weder die Wahrnehmung noch das Bewusstsein der Katze. Es wirkt nicht wie eine Droge und verursacht keinen Rausch.

 

CBD ist außerdem legal erhältlich. Zudem gibt es zugelassene veterinärmedizinische Präparate, die zertifiziert und analysiert wurden. Dadurch wissen Sie genau, welches Produkt Sie Ihrer Katze verabreichen.

Welches CBD-Öl für Katzen wählen?

Bei der Auswahl gilt eine entscheidende Regel: Wählen Sie ein Produkt ohne THC. Besonders geeignet sind sogenannte Broad-Spectrum-Öle. Sie enthalten ein breites Spektrum wertvoller Cannabinoide einschließlich CBD, jedoch kein THC.

 

Die meisten Produkte werden in einer Flasche mit Pipette angeboten. Dadurch ist eine sehr genaue Dosierung bis auf einen einzelnen Tropfen möglich, was ungefähr 0,04 ml entspricht. Dies ist vor allem zu Beginn hilfreich, wenn Sie die passende Dosis für Ihre Katze ermitteln.

 

Wie sollte das Öl verabreicht werden? Am wirksamsten ist die direkte Gabe ins Maul. Das CBD kann dabei über die Schleimhaut direkt in den Blutkreislauf aufgenommen werden und muss nicht vollständig die Leber passieren, wo ein Teil davon abgebaut würde. Lehnt die Katze diese Art der Anwendung ab, können Sie das Öl in eine kleine Menge ihres Lieblingsfutters geben.

 

Dabei ist eine wichtige neue Erkenntnis zu beachten: Eine Studie aus dem Jahr 2023 ergab, dass die Bioverfügbarkeit von CBD bei Katzen nach einer Mahlzeit bis zu 11-mal höher sein kann als bei nüchterner Gabe. Mit anderen Worten: Die Katze nimmt aus derselben Dosis wesentlich mehr CBD auf, wenn es kurz nach dem Füttern verabreicht wird. Geben Sie CBD daher vorzugsweise nach einer Mahlzeit.

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Nebenwirkungen von CBD bei Katzen

Einer der großen Vorteile von CBD besteht darin, dass nur vergleichsweise wenige Nebenwirkungen bekannt sind. Deshalb ist es als natürliche Alternative oder Ergänzung zu chemischen Medikamenten beliebt.

 

Bei manchen Katzen können dennoch insbesondere bei höheren Dosierungen folgende Begleiterscheinungen auftreten:

  • erhöhte Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • verminderte Bewegungskoordination
  • verstärkter Durst und trockener Mund
  • Durchfall
  • vorübergehend erhöhte Leberenzyme – dies wurde bei höheren Dosierungen beobachtet. Eine sechsmonatige Sicherheitsstudie des Waltham Petcare Science Institute aus dem Jahr 2024 mit 39 gesunden Katzen bestätigte jedoch, dass Katzen CBD bei empfohlener Dosierung auch langfristig gut vertragen

Wenn eines dieser Symptome auftritt, reduzieren Sie die Dosis. Erhält die Katze gleichzeitig andere Medikamente, sollte die Anwendung vorher mit einem Tierarzt besprochen werden, da CBD deren Verstoffwechselung in der Leber beeinflussen kann.

Dosierung von CBD-Öl für Katzen

Für CBD gibt es keine universelle Dosierung. Die passende Menge hängt vom Gewicht, Alter und Gesundheitszustand der Katze sowie vom jeweiligen Anwendungsgrund ab. Deshalb gilt immer die goldene Regel: Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis und erhöhen Sie diese schrittweise.

 

Aus unserer langjährigen Erfahrung empfehlen wir als Ausgangspunkt: 1 Tropfen 2%iges CBD-Öl pro 1 kg Körpergewicht täglich.

 

 

Eine Überdosierung mit CBD ist sehr unwahrscheinlich. Nicht benötigte Mengen werden vom Körper der Katze in der Regel ausgeschieden. Dennoch empfehlen wir, die Dosis langsam zu steigern, damit sich der Organismus daran gewöhnen kann. Ziel ist es, die Menge zu finden, bei der die Katze von den positiven Eigenschaften profitiert, ohne unerwünschte Begleiterscheinungen zu zeigen.

 

Falls Sie unsicher sind, wenden Sie sich gerne an unsere Fachberatung oder lesen Sie unseren ausführlichen Artikel: Wie dosiert man CBD für Tiere?

 

Alternativ können auch CBD-Tropfen für Menschen verwendet werden.

Studien zu CBD und seiner Anwendung bei Katzen

Die Forschung zu CBD bei Katzen blieb lange hinter der Forschung an Hunden und Menschen zurück. Viele Untersuchungen beschäftigten sich zudem eher mit der Schädlichkeit von THC als mit möglichen Vorteilen von CBD. In den vergangenen Jahren hat sich die Situation jedoch verändert, und die Zahl hochwertiger Studien nimmt zu.

 

Die Autoren einer Studie aus dem Jahr 2013 einer Tierklinik in Denver bestätigten, dass THC für Katzen und Hunde gefährlich ist. Bereits relativ geringe Mengen können ernsthafte Probleme verursachen. Nach der Aufnahme konzentrierter THC-Extrakte wurden sogar Todesfälle bei Tieren dokumentiert. Dies ist einer der wichtigsten Gründe, bei CBD-Produkten für Katzen konsequent auf THC-freie Präparate zu achten.

 

Das Unternehmen ElleVet führte als erstes eine langfristige klinische und pharmakologische Studie mit Hanfpräparaten direkt an Katzen durch. Dabei zeigte sich eine interessante Beobachtung: Bei der Behandlung von Angstzuständen reagierten Katzen besser auf CBD als Hunde. Bei beiden Tierarten ging zugleich der durch Arthritis verursachte Schmerz zurück. Zu beachten ist jedoch eine Besonderheit: Der CBD-Spiegel im Körper einer Katze sinkt bereits innerhalb von etwa zwei Stunden auf die Hälfte. Katzen verarbeiten CBD somit schneller als gleich große Hunde und benötigen möglicherweise höhere oder häufigere Dosen.

Neueste Studien (2023–2024)

In den vergangenen zwei Jahren wurden zahlreiche neue und für die Praxis besonders wichtige Erkenntnisse veröffentlicht:

  • Bioverfügbarkeit nach einer Mahlzeit (2023): Eine Studie in Frontiers in Veterinary Science stellte fest, dass nach dem Füttern verabreichtes CBD bei Katzen eine bis zu 11-mal höhere Bioverfügbarkeit aufweist als CBD bei nüchterner Gabe. Praktische Schlussfolgerung: CBD vorzugsweise nach einer Mahlzeit verabreichen.
  • Langzeitsicherheit (2024): Eine sechsmonatige Studie des Waltham Petcare Science Institute mit 39 gesunden Katzen bestätigte, dass Katzen CBD bei empfohlener Dosierung auch langfristig gut vertragen.
  • Trennungsangst (2024): Eine in Heliyon veröffentlichte Studie belegte erstmals direkt eine angstlösende Wirkung von CBD bei Katzen. Nach der Gabe von CBD zeigten die Tiere deutlich weniger Stresssymptome bei der Trennung von ihrer Bezugsperson.
  • Stress beim Reisen (2024): Eine weitere Studie bestätigte, dass eine Einzeldosis CBD stressbedingtes Verhalten bei Katzen während des Transports und bei Begegnungen mit unbekannten Menschen verringern kann.

Übersicht der verwendeten Fachstudien:

Kundenfragen und Antworten zu CBD für Katzen

Frage – Dosierung von CBD bei Katzen: Guten Tag, ich würde meinen Katzen gerne CBD-Öl geben. Können Sie mir bitte empfehlen, welches Produkt geeignet wäre? Zwei Katzen sind ausgewachsen und wiegen etwa 5 bis 6 kg. Die dritte ist 10 Monate alt und wiegt ungefähr 3,5 kg. Vielen Dank und einen schönen Tag.

 

Antwort – Dosierung von CBD bei Katzen: Guten Tag, wofür möchten Sie das CBD-Öl einsetzen? Geht es Ihnen um die Unterstützung des Immunsystems oder liegt ein konkretes gesundheitliches Problem vor? Wenn Sie lediglich das Immunsystem unterstützen möchten, wäre ein 2%iges CBD-Öl ausreichend. Geben Sie zweimal täglich 1 bis 2 Tropfen direkt ins Maul. Bei einem konkreten gesundheitlichen Problem kontaktieren Sie bitte unsere Beratung, damit wir die Situation genauer einschätzen und Ihnen bei der Produktauswahl helfen können.

 

Frage – Epilepsie bei einer Katze und CBD: Guten Tag, ich würde gerne CBD-Tropfen für meine Katze ausprobieren. Sie leidet aufgrund einer Entzündung im Gehirn an epileptischen Anfällen. Trotz umfangreicher Untersuchungen und einer Analyse der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit konnte die Ursache nicht festgestellt werden. Es handelt sich um eine junge Maine-Coon-Katze. Ich würde Sie gerne um Informationen bitten, welches Produkt ich geben soll. Derzeit bekommt sie leider Kortison, zusätzlich Antibiotika, da sie in der vergangenen Woche erneut eine Entzündung im Körper hatte und innerhalb von drei Stunden fünf Anfälle erlitt. Außerdem erhält sie Medikamente gegen Epilepsie. Ich würde gerne zusätzlich CBD-Tropfen ausprobieren und das Kortison nach Möglichkeit langsam reduzieren. Vielen Dank für Ihre Zeit und Unterstützung.

 

Antwort – Epilepsie bei einer Katze und CBD: Guten Tag, vielen Dank für Ihre Nachricht. Für Ihre Katze würde ich zunächst ein 2%iges CBD-Öl empfehlen, zweimal täglich 1 Tropfen. Nach fünf Tagen könnten Sie die Dosis auf zweimal täglich 2 Tropfen erhöhen. Anschließend sollten wir beobachten, wie sich der Zustand entwickelt, und die Dosierung bei Bedarf gemeinsam weiter anpassen. Änderungen an Kortison oder Antiepileptika dürfen jedoch nur in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt erfolgen.

 

Frage – Psychisches Wohlbefinden bei einem Kater: Guten Tag, ich würde bei Ihnen gerne CBD-Tropfen für meinen Kater bestellen. Er ist drei Jahre alt und wird zur Zucht eingesetzt. Ich möchte ihn psychisch etwas stabilisieren. Er frisst wenig und würde am liebsten ständig decken. Wenn er von rolligen Katzen getrennt wird, verkraftet er das nur schlecht. Können Sie mir bitte empfehlen, welche Konzentration geeignet wäre, und mir eventuell einen Link senden? Vielen Dank.

 

Antwort – Psychisches Wohlbefinden bei einem Kater: Guten Tag, ich würde Ihnen ein 2%iges CBD-Öl für Tiere empfehlen. Geben Sie idealerweise mindestens einmal täglich 2 Tropfen. Falls sich die Symptome innerhalb der ersten Tage nicht bessern, können Sie die Dosis auf zweimal täglich 2 Tropfen erhöhen.

 

Frage – CBD bei einem Kater nach einer Operation: Guten Tag, ich habe einen einjährigen Kater mit einem Gewicht von 3,5 kg, der am Knie operiert wurde. Ich wollte fragen, ob ich ihm 10%ige CBD-Tropfen geben kann, die ich für meinen Hund zu Hause habe.

 

Antwort – CBD bei einem Kater nach einer Operation: Guten Tag, Sie können grundsätzlich CBD-Tropfen für Tiere verwenden, allerdings würden wir bei dieser Katze eher ein 5%iges Produkt empfehlen. Geben Sie zweimal täglich 2 Tropfen direkt ins Maul oder reiben Sie sie vorsichtig auf das Zahnfleisch. Höhere Mengen können die schmerzlindernde und beruhigende Wirkung verstärken, sollten aber vorsichtig gesteigert und idealerweise mit einem Tierarzt abgestimmt werden.

 

Frage – Unterschied zwischen Tropfen für Hunde und Katzen: Guten Tag, ich würde gerne nach der Zusammensetzung der Tropfen fragen. Ist sie für Katzen und Hunde gleich? Welche Konzentration würden Sie für einen 11 kg schweren Kater und einen 30 kg schweren Hund empfehlen? Und noch eine Frage: Ändert sich die Zusammensetzung je nach Diagnose? Vielen Dank.

 

Antwort – Unterschied zwischen Tropfen für Hunde und Katzen: Guten Tag, entscheidend ist, dass es sich um ein zugelassenes veterinärmedizinisches Produkt ohne THC handelt. Dann kann dasselbe Produkt grundsätzlich sowohl bei Hunden als auch bei Katzen eingesetzt werden. Für einen 11 kg schweren Kater würden wir ein 5%iges CBD-Öl empfehlen, für einen 30 kg schweren Hund eher ein 10%iges CBD-Öl. Die Dosierung ist jedoch individuell und hängt davon ab, ob Sie lediglich das Immunsystem unterstützen oder ein konkretes gesundheitliches Problem begleiten möchten.

 

Frage – Tropfen für einen aggressiven Kater: Guten Abend, mir wurden Ihre CBD-Tropfen für meinen Kater empfohlen. Seit ein neuer Kater bei uns eingezogen ist, reagiert er in bestimmten Situationen aggressiv. Können Sie uns ein Produkt zur Beruhigung empfehlen? Vielen Dank und freundliche Grüße.

 

Antwort – Tropfen für einen aggressiven Kater: Guten Tag, hier würde ich empfehlen, ein 5%iges CBD-Öl für Tiere auszuprobieren. Es kann den Kater beruhigen und aggressives Verhalten abschwächen. Die Dosierung ist jedoch sehr individuell. Als Ausgangspunkt könnten Sie zweimal täglich 3 Tropfen direkt ins Maul geben oder auf das Zahnfleisch reiben. Beobachten Sie die Reaktion des Katers sorgfältig. Nach etwa vier Tagen können wir die Dosierung anhand seiner Reaktion bei Bedarf anpassen.

 

Frage – Atopisches Ekzem bei einem Kater: Guten Tag, ich würde gerne CBD-Öl für meinen dreijährigen Kater kaufen. Er leidet an atopischem Ekzem, vermutlich aufgrund einer Empfindlichkeit gegenüber Staub, mit starkem Juckreiz und anschließender Hautreizung. Welche Konzentration wäre in diesem Fall geeignet? Vielen Dank.

 

Antwort – Atopisches Ekzem bei einem Kater: Guten Tag, dafür müssten wir zunächst wissen, wie viel Ihr Kater wiegt. Allgemein würde ich jedoch ein 2%iges CBD-Öl für Tiere und zusätzlich ein CBD-Shampoo empfehlen. Das Shampoo können Sie idealerweise ein- bis zweimal pro Woche anwenden.

 

Frage – Arthritis bei einer Katze: Guten Tag, meine Katze ist 15 Jahre alt. Laut Tierarzt deutet vieles auf Arthritis an den Hinterbeinen hin. Sie hat aufgehört zu laufen und zu fressen, vermutlich wegen der Schmerzen. Eine Injektion hilft jeweils für einige Wochen, danach kehren die Probleme zurück. Das Blutbild ist unauffällig. Welches Öl und welche Dosierung würden Sie empfehlen? Vielen Dank.

 

Antwort – Arthritis bei einer Katze: Guten Tag, vielen Dank für Ihre Frage. Ich würde ein 5%iges CBD-Öl für Tiere empfehlen, beispielsweise dreimal täglich 1 bis 2 Tropfen. Zusätzlich wäre Physiotherapie sinnvoll, da sie bei Gelenkproblemen sehr hilfreich sein kann.

 

Frage – CBD bei einer Katze mit einem psychisch bedingten Problem: Guten Tag, unsere Katze hatte eine Zahnextraktion. Obwohl sie inzwischen gesund ist und das Maul gut verheilt ist, frisst sie weiterhin nicht. Die Tierärztin vermutet, dass es daran liegt, dass sie lange mit Schmerzen leben musste. Obwohl körperlich nichts mehr schmerzen sollte, erwartet sie den Schmerz vermutlich weiterhin. Es könnte sich daher eher um ein psychisches Problem handeln. Kann CBD in diesem Fall helfen? Haben Sie damit Erfahrung? Vielen Dank.

 

Antwort – CBD bei einer Katze mit einem psychisch bedingten Problem: Guten Tag, ich würde CBD in diesem Fall durchaus ausprobieren. Mit genau dieser Situation haben wir zwar keine direkte Erfahrung, CBD kann jedoch sowohl bei Schmerzen als auch beim psychischen Wohlbefinden unterstützen. Geeignet wäre ein 2%iges oder 5%iges CBD-Öl für Tiere. Neben der direkten Gabe ins Maul können Sie eine kleine Menge vorsichtig auf das Zahnfleisch auftragen.

 

Frage – Kater und Umzug: Guten Tag, ich habe einen Kater, der sehr schnell gestresst ist, was sich bereits negativ auf seine Gesundheit ausgewirkt hat. Wir werden demnächst umziehen und möchten ihn dabei möglichst beruhigen. Welche Dosierung würden Sie empfehlen? Er ist ein Mischling und wiegt 5 kg. Vielen Dank.

 

Antwort – Kater und Umzug: Guten Tag, ich würde ein 2%iges CBD-Öl empfehlen und zunächst zweimal täglich 2 Tropfen geben. Am besten direkt ins Maul. Falls das nicht möglich ist, können Sie das Öl vorsichtig auf die Innenseite der Ohrspitze auftragen und einmassieren.

 

Frage – Reisen mit einer Katze und CBD: Guten Tag, uns steht mit unserer achtjährigen Katze eine lange Autofahrt bevor. Sie verträgt Reisen überhaupt nicht gut und ist dabei sehr gestresst. Ich würde gerne eines Ihrer Produkte ausprobieren. Was würden Sie empfehlen und wie sollte es dosiert werden?

 

Antwort – Reisen mit einer Katze und CBD: Guten Tag, CBD kann auch bei Reiseübelkeit und stressbedingtem Unwohlsein unterstützen. Ich würde ein 5%iges CBD-Öl ausprobieren. Geben Sie zunächst regelmäßig etwa 2 Tropfen täglich. Am Tag der Fahrt können Sie die Tagesdosis auf 3 bis 4 Tropfen erhöhen oder zusätzlich etwa eine halbe Stunde vor der Abfahrt 2 Tropfen geben. Die Tropfen können direkt ins Maul gegeben oder vorsichtig an der Ohrspitze einmassiert werden.

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Avatar des Autors 18.07.2026 00:14
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Avatar des Autors 05.05.2026 16:04
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Avatar des Autors 05.05.2026 16:04
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