Was ist Arthrose und wie wirkt CBD darauf?
Autorin des Artikels: Lucy Garabas
Wir erklären Ihnen, was Arthrose ist und wie sie sich äußert. Außerdem schauen wir uns gemeinsam die Behandlungsmöglichkeiten an und erwähnen auch Kräuter, die bei unangenehmen Symptomen einer Gelenkarthrose helfen können – am häufigsten betrifft sie Knie, Hüfte, Wirbelsäule, Hände, Finger oder Schulter. Gerade Kräuter sind in letzter Zeit bei der Unterstützung verschiedener Beschwerden sehr beliebt! Hier konzentrieren wir uns konkret auf Hanf, genauer gesagt auf CBD, und erklären, wie CBD bei Arthrose wirkt.
Zusammenfassung des Artikels:
- Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen verursacht. CBD kann dabei helfen, einige ihrer Beschwerden zu lindern.
- CBD wirkt auf das Endocannabinoid-System und wird vor allem zur Unterstützung bei Schmerzen, Entzündungen und zur Verbesserung des allgemeinen Bewegungskomforts genutzt.
- Bei langfristigen oder starken Beschwerden sollte die Behandlung der Arthrose mit einem Arzt besprochen werden. Auf ergänzende Pflege allein sollte man sich nicht verlassen.
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Was ist Arthrose?
- Welche Symptome hat Arthrose?
- Wie wird Arthrose behandelt?
- Welche Kräuter werden bei Arthrose verwendet?
- Wie wirkt CBD bei Arthrose?
- Was sagen die neuesten Studien?
- Wie verwendet man CBD bei Arthrose?
- Arthrose vs. Arthritis
Was ist Arthrose eigentlich?
Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die den Gelenkknorpel betrifft und Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit sowie eine Verschlechterung der Funktion des betroffenen Gelenks verursachen kann.
Bei Arthrose kommt es zu einem fortschreitenden Verlust und einer Schädigung des Knorpels, wodurch die Knochen freigelegt werden können. Das kann Schmerzen, Steifheit, Entzündungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Gelenks verursachen.
Arthrose kann genetisch bedingt sein, durch Alterungsprozesse entstehen – besonders bei Senioren – oder durch übermäßige Belastung beziehungsweise Verletzungen eines Gelenks verursacht werden.
Arthrose wird je nach Schweregrad in mehrere Stadien eingeteilt:
Arthrose Grad 1 = Hier kommt es zu einer leichten Verschmälerung des Gelenkspalts. Es bilden sich kleine randständige Osteophyten.
Arthrose Grad 2 = Beim 2. Grad der Arthrose ist der Gelenkspalt bereits deutlich verschmälert. Auch sichtbare Unebenheiten der Gelenkfläche und mehrere Osteophyten sind erkennbar.
Arthrose Grad 3 = Beim dritten Grad der Arthrose ist der Gelenkspalt deutlich verengt, die Osteophyten sind ausgeprägt und zahlreich. Die Gelenkfläche ist uneben und es beginnt sich eine Deformität zu bilden.
Arthrose Grad 4 = Der Gelenkspalt ist bereits verschwunden, es bestehen große Osteophyten und eine fortgeschrittene Gelenkdeformität.
Die einzelnen Arthrosegrade sind auch auf dem oben gezeigten Röntgenbild sichtbar. Das Bild stammt aus einer Studie, die die Identifikation des Schweregrads einer Kniegelenksarthrose anhand von Röntgenbildern mithilfe einer effizienten Kombination aus Deep-Learning- und Machine-Learning-Modellen untersucht. Die vollständige Studie ist unter diesem Link verfügbar.
Welche Symptome hat Arthrose?
- Gelenkschmerzen, sowohl bei körperlicher Aktivität als auch in Ruhe
- Steifheit
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Knirschen oder Knacken im Gelenk
- Schwellung
Am häufigsten tritt Arthrose in folgenden Bereichen auf:
- Kniearthrose ist sehr häufig. Laut Erhebungen leiden etwa 20–30 % der Menschen über 65 Jahre daran. Eine Kniearthrose betrifft Knorpel und Gelenkgewebe und kann Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und eine schlechtere Lebensqualität verursachen.
- Hüftarthrose ist ebenfalls ein häufiges Problem. Sie betrifft ungefähr 10–15 % der Bevölkerung über 65 Jahre. Die fortschreitende Abnutzung des Knorpels im Hüftgelenk kann zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit führen.
- Arthrose der Wirbelsäule, besonders im Hals- und Lendenbereich, kommt ebenfalls häufig vor. Es wird angegeben, dass sie 50–80 % der Bevölkerung über 50 Jahre betrifft. Die Schädigung von Wirbeln und Wirbelgelenken kann Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und weitere Beschwerden verursachen.
- Arthrose kann auch an Händen und Fingern auftreten. Schätzungen und Studien zufolge leiden etwa 10–15 % der Bevölkerung über 50 Jahre an dieser Form der Arthrose. Das kann zu Schmerzen, Steifheit und einer eingeschränkten Fähigkeit führen, Hände und Finger zu benutzen.
- Schulterarthrose betrifft ungefähr 1–5 % der Bevölkerung, vor allem ältere Menschen. Sie kann sich durch Schmerzen bei Schulterbewegungen und eingeschränkte Beweglichkeit äußern.
Wie wird Arthrose behandelt?
Die Behandlung von Arthrose, auch Osteoarthrose genannt, umfasst eine Kombination von Maßnahmen, die darauf abzielen, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Zu den üblichen Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose gehören:
- Änderung des Lebensstils: Anpassung der körperlichen Aktivität und des Körpergewichts. Wählen Sie gelenkschonende Bewegungsformen wie Schwimmen, Radfahren oder Spazierengehen. Halten Sie ein gesundes Gewicht, da übermäßige Gelenkbelastung die Symptome verschlimmern kann.
- Physiotherapie: Ein Physiotherapeut kann Ihnen Übungen und therapeutische Maßnahmen empfehlen, die auf die Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Stabilisierung des betroffenen Gelenks abzielen.
- Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente: Es stehen frei verkäufliche Medikamente wie Paracetamol oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur Verfügung, die Schmerzen und Entzündungen lindern können. In manchen Fällen kann der Arzt stärkere Medikamente oder Kortikosteroid-Injektionen direkt in das betroffene Gelenk verschreiben.
- Hilfsmittel und unterstützende Maßnahmen: Die Verwendung von Orthesen, Bandagen oder Gehstützen kann helfen, das Gelenk zu entlasten und Unterstützung zu geben.
- Alternative Therapien: Manche Menschen suchen Linderung durch alternative Methoden wie Akupunktur, Massagen, Hydrotherapie oder Kräuter, zum Beispiel CBD-Öl in Tropfenform.
In fortgeschrittenen Fällen, wenn die Arthrosebeschwerden stark sind und die Lebensqualität beeinträchtigen, kann eine chirurgische Behandlung in Betracht gezogen werden, zum Beispiel eine Arthroskopie zur Gelenkreinigung oder ein Gelenkersatz.
Jeder Arthrosefall ist individuell. Deshalb ist es wichtig, einen Arzt oder Gelenkspezialisten zu konsultieren, um eine korrekte Diagnose und einen Behandlungsplan zu erhalten, der an Ihre Bedürfnisse angepasst ist.
Wie kann man Arthrose stoppen?
Arthrose lässt sich leider nicht vollständig stoppen, ihr Verlauf kann jedoch deutlich verlangsamt werden. Dadurch kann sich die Lebensqualität verbessern.
Den Verlauf einer Gelenkarthrose kann man zum Beispiel verlangsamen durch:
- Einen gesunden Lebensstil
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Physiotherapie
- Einnahme von Analgetika bei Schmerzen
- Chirurgische Möglichkeiten
- Alternative Unterstützung, zum Beispiel mit CBD und weiteren Kräutern
Welche Kräuter kann man bei Arthrose verwenden?
Es gibt mehrere Kräuter, die traditionell als ergänzende Unterstützung zur Linderung von Symptomen einer Gelenkarthrose eingesetzt werden. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Wirksamkeit und Sicherheit dieser Kräuter individuell sein können und eine ärztliche Beratung nicht ersetzen sollten.
- Boswellia, Weihrauch: Enthält Stoffe mit entzündungshemmenden Eigenschaften und kann helfen, Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit Arthrose zu reduzieren.
- Kurkuma: Enthält den Wirkstoff Curcumin mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Kurkuma kann bei der Linderung von Gelenkschmerzen und Entzündungen hilfreich sein. Für eine bessere Aufnahme empfehlen wir die Kombination mit Pfeffer.
- Ingwer: Hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann helfen, Gelenkschmerzen im Zusammenhang mit Arthrose zu lindern.
- Fichte: Fichtensalbe enthält ätherische Öle. Ihre Anwendung auf betroffenen Gelenken kann vorübergehend Schmerzen lindern und die Durchblutung in diesem Bereich fördern.
- Teufelskralle, Harpagophytum: Diese Pflanze enthält Verbindungen mit entzündungshemmenden Eigenschaften und kann zur Linderung von Schmerzen und Gelenkentzündungen eingesetzt werden.
- Harpagophytum: Wird als natürliches schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Mittel bei Arthrose verwendet.
- Hanf, CBD: Gehört zu den wissenschaftlich gut untersuchten natürlichen Mitteln zur Unterstützung bei Gelenkschmerzen und Entzündungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern gibt es zu CBD auch klinische Studien mit Arthrosepatienten, siehe unten.
Wie wirkt CBD bei Arthrose?
CBD wirkt vor allem entzündungshemmend und schmerzlindernd.
Schauen wir uns das genauer an:
Entzündungshemmende Eigenschaften von CBD
CBD besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, die dabei helfen können, Entzündungen in den Gelenken zu reduzieren, die mit Arthrose verbunden sind. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigte einen genauen Mechanismus: CBD aktiviert das Enzym 15-Lipoxygenase-1, das natürliche entzündungsauflösende Prozesse im Körper anstößt – es wirkt wie ein „Entzündungsschalter“ von ON auf OFF.
Schmerzlindernde Eigenschaften von CBD
CBD hilft, Schmerzen zu reduzieren, die eng mit Gelenkarthrose verbunden sind. CBD beeinflusst Rezeptoren im Körper, darunter Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 sowie Vanilloid-Rezeptoren TRPV1, die an der Wahrnehmung von Schmerzen beteiligt sind.
Reduziert Muskelspannung
CBD kann helfen, Muskelspannung und Krämpfe rund um das betroffene Gelenk zu reduzieren. Das trägt zu besserer Beweglichkeit und mehr Komfort bei alltäglichen Aktivitäten bei.
Schutz des Gelenkknorpels
Studien deuten darauf hin, dass CBD einen schützenden Effekt auf den Gelenkknorpel haben kann, indem es dessen Schädigung reduziert und die Regeneration unterstützt. Konkret wurde der Schutz des Gelenkknorpels im Jahr 2016 in einer Studie im Fachjournal European Journal of Pain erwähnt.
Was sagen die neuesten Studien?
Das wissenschaftliche Interesse an CBD bei Arthrose ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse:
Klinische Studie 2024 – transdermales CBD-Gel bei Handarthrose (University of Sydney, veröffentlicht in Nature: Scientific Reports): Patienten mit aktiver Handarthrose trugen vier Wochen lang dreimal täglich ein 4%iges CBD-Gel auf. Die Ergebnisse waren überzeugend – die Schmerzen nahmen in allen beobachteten Parametern deutlich ab, also aktuelle, durchschnittliche und maximale Schmerzen. Die Griffkraft der betroffenen Hand nahm signifikant zu und die Lebensqualität verbesserte sich in den Bereichen Müdigkeit, Steifheit und Angst. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass transdermales CBD eine vielversprechende und sichere Möglichkeit bei Handarthrose darstellt, und empfahlen eine placebokontrollierte randomisierte Studie zur endgültigen Bestätigung der Wirksamkeit.
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024, die Ergebnisse aus 40 klinischen und präklinischen Studien zusammenfasste, bestätigte, dass CBD nachweisbare entzündungshemmende und analgetische Eigenschaften besitzt – genau diese Eigenschaften passen zu den wichtigsten Symptomen der Arthrose. Die Autoren betonen, dass CBD als sicher und gut verträglich erscheint.
Die Studie aus dem Jahr 2016 im European Journal of Pain war wegweisend bei der Untersuchung der Wirkung von CBD auf Gelenkgewebe. Die Ergebnisse zeigten, dass topisches CBD Entzündungen und Schmerzen im Zusammenhang mit Arthrose reduzierte, ohne erkennbare Nebenwirkungen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die bisher stärksten Belege für topische, also lokale Anwendungen von CBD vorliegen – Gele, Salben und Pflaster – insbesondere zur Linderung von Schmerzen und Steifheit. Die systemische Anwendung, also Tropfen oder Kapseln, ist eher unterstützend und ganzheitlich.
Wie verwendet man CBD bei Arthrose?
Sie können zwischen mehreren Formen wählen, wie CBD bei Arthrose eingesetzt werden kann:
Aus der Tabelle geht hervor, dass bei Arthrose am häufigsten verwendet werden: CBD-Öl 10 %, CBD-Kapseln, CBD + CBG Öl, wärmendes CBD-Gel, CBD-Pflaster und Hanfkapseln.

Die Dosierung ist sehr individuell und jeder Mensch benötigt eine andere CBD-Menge. Die oben genannten Angaben sind daher nur ein empfohlener Einstieg. Wenn Sie Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne in unserer Hanfberatung weiter.
Für lokale Linderung, also bei Schmerzen in einem konkreten Gelenk, empfehlen wir vor allem CBD-Gel oder CBD-Pflaster – diese Form bringt CBD direkt in den betroffenen Bereich und entspricht am besten der in klinischen Studien untersuchten Anwendungsform. Für eine ganzheitliche Unterstützung, zum Beispiel bei entzündlichen Prozessen, besserem Schlaf oder Stressreduktion, eignen sich CBD-Tropfen oder Kapseln.
Arthrose vs. Arthritis
- Arthrose: Eine degenerative Gelenkerkrankung, die mit dem fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels verbunden ist. Dieser Zustand wird häufig auch als Osteoarthrose bezeichnet. Sie betrifft vor allem ältere Menschen und steht im Zusammenhang mit Alter, Überlastung oder Gelenkverletzungen.
- Arthritis: Eine entzündliche Gelenkerkrankung, die verschiedene Formen haben kann – rheumatoide Arthritis, Gichtarthritis, Psoriasis-Arthritis und weitere. Arthritis wird durch das Immunsystem verursacht, das die eigenen Gelenke angreift. Dadurch entstehen Entzündungen, Schwellungen, Schmerzen und Schäden am Gelenkgewebe. Arthritis kann Menschen jeder Altersgruppe betreffen, auch Kinder. Zu den Ursachen können Autoimmunreaktionen, genetische Faktoren, Infektionen oder andere Auslöser gehören.
Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass Arthrose eine degenerative Erkrankung ist, also Verschleiß, während Arthritis eine entzündliche Erkrankung ist, bei der das Immunsystem das Gelenkgewebe angreift. Beide Zustände können Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke verursachen, haben jedoch eine unterschiedliche Natur und verschiedene Behandlungsansätze. CBD kann bei beiden unterstützend wirken – dank seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften.
Arthrose betrifft auch Tiere. Lesen Sie auch, wie CBD bei Arthrose bei Hunden wirkt.
