Was kann man einem Hund gegen Schmerzen geben?
Autorin des Artikels: Lucy Garabas
Auch unsere vierbeinigen Begleiter können unter Schmerzen leiden. Sie fragen sich, was Sie Ihrem Hund gegen Schmerzen geben können? In diesem Artikel finden Sie wichtige Informationen darüber, wie Sie Schmerzen bei Ihrem Hund erkennen, welche Ursachen behandelt werden können und welche natürlichen Präparate sich zur begleitenden Schmerzlinderung bei Hunden eignen.

Zusammenfassung des Artikels:
- Schmerzen bei Hunden können sich durch Veränderungen des Verhaltens, der Beweglichkeit, des Fressverhaltens oder des Schlafs bemerkbar machen. Bei jedem Verdacht sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.
- Der Tierarzt kann NSAIDs, Opioide oder andere Medikamente verschreiben. Begleitend können CBD-Öl, Physiotherapie oder natürliche Ergänzungsmittel wie Glucosamin und Omega-3-Fettsäuren eingesetzt werden.
- Geben Sie Ihrem Hund niemals Humanarzneimittel wie Ibuprofen oder Brufen. Diese können für Hunde giftig und lebensgefährlich sein.
Wie erkenne ich, dass mein Hund Schmerzen hat?
Jeder aufmerksame Hundehalter sollte in der Lage sein, mögliche Schmerzen bei seinem Hund zu erkennen. Natürlich gibt es auch Beschwerden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Wenn Sie sich unsicher sind oder auch nur den geringsten Verdacht haben, dass Ihr Hund Schmerzen haben könnte, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen. Schmerzen sind sehr belastend und können die Lebensqualität Ihres Hundes erheblich beeinträchtigen.
Es gibt verschiedene Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass Ihr Hund unter Schmerzen leidet. Achten Sie insbesondere auf Veränderungen seines Verhaltens, seiner Aktivität und seines allgemeinen Gesundheitszustands.
Daran können Sie Schmerzen bei Ihrem Hund erkennen:
- Veränderungen des Verhaltens: Der Hund kann gereizt reagieren, sich zurückziehen oder ungewöhnlich launisch wirken. Möglicherweise ist er weniger zutraulich oder verliert das Interesse an Aktivitäten, die ihm normalerweise Freude bereiten.
- Veränderungen des Fressverhaltens: Der Hund kann seinen Appetit verlieren, das Futter verweigern oder weniger fressen als gewöhnlich. Auch plötzliche Gewichtsveränderungen können auftreten. Besonders bei älteren Hunden sollten Sie aufmerksam sein, da diese Symptome mit Zahnschmerzen zusammenhängen können.
- Eingeschränkte Beweglichkeit: Der Hund kann Schwierigkeiten beim Gehen, Aufstehen oder Springen haben oder bestimmte Bewegungen vermeiden. Er kann unkoordiniert erscheinen oder sich deutlich weniger bewegen. Häufig können Gelenkbeschwerden oder Arthrose bei Hunden dahinterstecken.
- Verändertes Pflegeverhalten: Häufig leckt der Hund besonders intensiv an der betroffenen oder schmerzenden Körperstelle.
- Schlafprobleme: Der Hund kann Schwierigkeiten beim Einschlafen haben oder nachts häufiger aufwachen. Er wirkt möglicherweise unruhig oder zeigt beim Hinlegen Anzeichen von Unbehagen.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome beobachten oder vermuten, dass Ihr Hund Schmerzen hat, sollten Sie den Zustand mit einem Tierarzt besprechen. Dieser führt die notwendigen Untersuchungen durch und wählt eine geeignete Behandlung aus.
Wie erkenne ich akute Bauchschmerzen bei meinem Hund?
Eine besonders gefürchtete Erkrankung ist die Magendrehung, bei der sich der Magen des Hundes um seine eigene Achse dreht. Eine Magendrehung kann tödlich verlaufen, wenn nicht rechtzeitig tierärztliche Hilfe erfolgt. Nehmen Sie Bauchschmerzen bei Ihrem Hund daher immer ernst.
Bauchschmerzen können sich unter anderem durch Berührungsempfindlichkeit, eine gekrümmte Körperhaltung oder die Verweigerung von Futter bemerkbar machen.
Was kann man einem Hund gegen Schmerzen geben?
Der Tierarzt kann Ihrem Hund gegen Schmerzen Folgendes verschreiben:
- Nichtsteroidale Antirheumatika beziehungsweise NSAIDs: Diese Medikamente können Schmerzen und Entzündungen lindern. Zu den bei Hunden häufig eingesetzten Wirkstoffen zählen Carprofen, Meloxicam und Deracoxib. Es ist wichtig, die tierärztlichen Anweisungen genau einzuhalten und ausschließlich Medikamente zu verwenden, die vom Tierarzt verschrieben wurden.
- Opioide: Bei starken Schmerzen können in bestimmten Fällen Opioide verschrieben werden. Ein Beispiel hierfür ist Tramadol. Opioide können stärkere Nebenwirkungen verursachen und dürfen daher nur unter tierärztlicher Aufsicht verabreicht werden.
- Weitere Medikamente: Abhängig von der Ursache der Schmerzen und den individuellen Bedürfnissen des Hundes kann der Tierarzt auch andere Arzneimittel wie Gabapentin, Amantadin oder Kortikosteroide verschreiben.
Wie lassen sich Schmerzen bei Hunden natürlich lindern?
Begleitend zur tierärztlichen Behandlung können Sie Ihren Hund mit frei erhältlichen Präparaten und geeigneten Maßnahmen unterstützen:
- CBD-Öle für Hunde sind frei erhältliche veterinärmedizinische Pflegepräparate, die zur Unterstützung bei Schmerzen eingesetzt werden können. Die geeignete Konzentration und Dosierung von CBD-Öl für Hunde richten sich nach dem Körpergewicht des Tieres und der Art beziehungsweise Schwere der Beschwerden.
- Physiotherapie für Hunde kann Verspannungen lösen und insbesondere bei Beschwerden des Bewegungsapparats zur Schmerzlinderung beitragen. Vor Beginn der Physiotherapie sollte der Hund jedoch gründlich tierärztlich untersucht werden, damit der Therapeut weiß, welche Ursache behandelt werden soll. Wählen Sie ausschließlich qualifizierte und erfahrene Tierphysiotherapeuten.
- Äußerlich anzuwendende Präparate: Auf geeignete Körperstellen können Präparate mit leicht beruhigender oder schmerzlindernder Wirkung aufgetragen werden, beispielsweise Produkte mit Aloe vera oder Arnika. Aufgrund des Fells lassen sich solche Mittel jedoch häufig schwieriger verteilen und können schlechter in die Haut einziehen.
- Weitere natürliche Ergänzungsmittel: Zur Unterstützung bei Gelenkproblemen und Schmerzen werden beispielsweise Glucosamin, Chondroitin, Omega-3-Fettsäuren oder Boswellia eingesetzt.
Was darf man einem Hund gegen Schmerzen nicht geben?
Geben Sie Ihrem Hund niemals Humanarzneimittel wie Brufen oder Ibuprofen gegen Schmerzen. Diese Wirkstoffe können für Hunde giftig sein und schwere gesundheitliche Probleme verursachen, die das Leben Ihres vierbeinigen Begleiters gefährden. Hunde reagieren auf diese Medikamente empfindlicher als Menschen. Mögliche Folgen sind Magen-Darm-Geschwüre, Magenblutungen, Nierenschäden, Leberprobleme und sogar Organversagen.
Wie wirkt CBD-Öl gegen Schmerzen bei Hunden?
CBD wirkt im Körper des Hundes über die Interaktion mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System, kurz ECS. Das ECS ist an der Regulierung verschiedener physiologischer Prozesse beteiligt, darunter die Wahrnehmung von Schmerzen, Entzündungsreaktionen und Immunprozesse. CBD beeinflusst die Rezeptoren und Signalwege des ECS und kann dadurch regulierend auf diese Vorgänge einwirken.
Studien deuten darauf hin, dass CBD aufgrund seiner Interaktion mit dem ECS ein mögliches entzündungshemmendes und schmerzlinderndes Potenzial besitzt. Dadurch könnte es dazu beitragen, Entzündungsprozesse zu reduzieren und Beschwerden zu lindern.
Wenn Ihr Hund unter Schmerzen leidet
Unabhängig davon, ob zunächst die Ursache der Beschwerden oder die Art der Erkrankung festgestellt werden muss, sollten Sie sich immer an einen Tierarzt wenden. Dieser kann die notwendigen Untersuchungen durchführen und eine passende Behandlung für Ihren Hund festlegen. Den Behandlungsprozess können Sie nach Rücksprache mit dem Tierarzt durch geeignete natürliche Präparate und unterstützende Maßnahmen ergänzen.
