CBD gegen Aphthen: Ein natürliches Heilmittel für lästige Mundgeschwür

Autor: Eva Keller

Aphthen sind kleine, schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut. Sie zeigen sich meist als rundliche, weißliche oder gelbliche Stellen mit einem geröteten Rand. Obwohl sie in der Regel harmlos sind, können sie das Essen, Trinken und Sprechen ziemlich unangenehm machen. Manche Menschen bekommen nur gelegentlich eine Aphte, andere leiden regelmäßig darunter. Neben bewährten Mitteln zur Linderung der Beschwerden wird auch CBD (Cannabidiol) aufgrund seiner möglichen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften untersucht. Doch kann CBD tatsächlich bei Aphthen helfen?

Was verursacht Aphthen?

Warum Aphthen entstehen, ist noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die ihr Auftreten begünstigen können:

  • Verletzungen der Mundschleimhaut: Schon kleine Verletzungen durch harte Lebensmittel, scharfe Zahnkanten, versehentliches Beißen auf die Wange oder zahnärztliche Behandlungen können Aphthen begünstigen.
  • Hormonelle Veränderungen: Bei manchen Frauen treten Aphthen häufiger während bestimmter Phasen des Menstruationszyklus auf.
  • Unverträglichkeiten gegenüber Lebensmitteln: Bestimmte Nahrungsmittel können bei empfindlichen Menschen die Mundschleimhaut reizen und möglicherweise das Auftreten von Aphthen begünstigen.
  • Stress: Psychische Belastung kann sich auf verschiedene Prozesse im Körper auswirken und wird häufig als möglicher Auslöser wiederkehrender Aphthen genannt.
  • Veränderungen des Immunsystems: Auch die Immunreaktion spielt bei der Entstehung von Aphthen eine Rolle. Bei wiederkehrenden Beschwerden können deshalb verschiedene gesundheitliche Faktoren beteiligt sein.
  • Infektionen: Manche Infektionen verursachen ähnliche Veränderungen im Mund. Herpes-simplex-Viren können beispielsweise schmerzhafte Bläschen und Geschwüre hervorrufen. Herpes und gewöhnliche Aphthen sind jedoch unterschiedliche Erkrankungen.

CBD bei Aphthen: Welche Eigenschaften sind interessant?

CBD ist ein natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze, der im Gegensatz zu THC keine typische berauschende Wirkung verursacht. In den vergangenen Jahren wurde CBD insbesondere wegen seiner möglichen entzündungshemmenden, schmerzlindernden und antimikrobiellen Eigenschaften untersucht. Diese Eigenschaften könnten auch für die Pflege gereizter Mundschleimhaut interessant sein.

Allerdings gibt es bislang nur wenige klinische Untersuchungen zur Anwendung von CBD direkt bei Aphthen. Deshalb lässt sich noch nicht zuverlässig sagen, ob es deren Heilung beschleunigt oder die Beschwerden tatsächlich lindert.

Entzündungshemmende Eigenschaften:
Aphthen gehen häufig mit einer lokalen Entzündung einher. Die betroffene Schleimhaut ist gerötet, empfindlich und manchmal geschwollen. CBD wird für seinen möglichen Einfluss auf entzündliche Prozesse untersucht. Ob sich dadurch auch die Entzündung bei Aphthen verringern lässt, muss allerdings noch genauer erforscht werden.

Mögliche Schmerzlinderung:
CBD beeinflusst verschiedene Mechanismen im Körper, darunter auch Prozesse, die mit dem Endocannabinoid-System und der Schmerzwahrnehmung zusammenhängen. Wissenschaftler beschäftigen sich deshalb mit seinem möglichen Einsatz bei Schmerzen. Bei Aphthen könnte dieser Ansatz interessant sein, da selbst kleine Schleimhautverletzungen ausgesprochen schmerzhaft sein können. Eine unmittelbar schmerzlindernde Wirkung von CBD-Mundsprays ist bisher jedoch nicht ausreichend belegt.

Antimikrobielle Eigenschaften:
Laboruntersuchungen deuten darauf hin, dass CBD das Wachstum bestimmter Bakterien beeinflussen kann. Auch mögliche antivirale Eigenschaften werden erforscht. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass CBD Aphthen verhindert oder deren Ursache beseitigt. Gewöhnliche Aphthen werden zudem nicht durch eine klassische bakterielle oder virale Infektion verursacht.

Wie kann CBD bei Aphthen angewendet werden?

CBD ist in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Bei empfindlicher Mundschleimhaut ist besonders wichtig, dass ein Produkt ausdrücklich für die Anwendung im Mund vorgesehen ist und keine reizenden Inhaltsstoffe enthält.

CBD-Mundspray: Ein geeignetes Mundspray kann gezielt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Das ist vor allem dann praktisch, wenn die Aphte schwer erreichbar ist. Einige Mundsprays enthalten zusätzlich kolloidales Silber, das wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften verwendet wird. Die Wirksamkeit und Sicherheit solcher Kombinationen bei Aphthen sind jedoch nicht ausreichend klinisch belegt. Verwenden Sie ausschließlich Produkte, die ausdrücklich für die Mundschleimhaut zugelassen beziehungsweise vorgesehen sind.

CBD-Öl: Manche Menschen verwenden CBD-Öl auch zur lokalen Pflege. Dabei ist zu beachten, dass nicht jedes CBD-Öl für die Anwendung auf offenen Schleimhautstellen geeignet ist. Ein Auftrag mit einem Wattestäbchen sollte deshalb nur erfolgen, wenn der Hersteller diese Anwendung ausdrücklich vorsieht. Auch hier ist eine beschleunigte Heilung von Aphthen bisher nicht nachgewiesen.

Regelmäßige Einnahme von CBD: CBD-Öle und -Kapseln werden auch im Zusammenhang mit Stress und allgemeinem Wohlbefinden verwendet. Es gibt jedoch keine ausreichenden Belege dafür, dass die regelmäßige Einnahme das Immunsystem bei wiederkehrenden Aphthen stärkt oder neue Aphthen verhindert. Bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme sollte zudem auf mögliche Wechselwirkungen geachtet werden.

Wie kann man Aphthen vorbeugen?

Aphthen lassen sich nicht immer verhindern. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie jedoch versuchen, mögliche Auslöser zu reduzieren und Ihre Mundschleimhaut zu schonen.

Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders Vitamin B12, Folsäure, Eisen und Zink sind in diesem Zusammenhang wichtig, da ein Mangel bei manchen Menschen mit wiederkehrenden Aphthen verbunden sein kann. Auch Vitamin C trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse und Hanfprotein können eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen.

Sanfte Mundhygiene: Reinigen Sie Ihre Zähne regelmäßig mit einer weichen Zahnbürste und verwenden Sie möglichst milde Zahnpflegeprodukte. Wenn Sie häufig Aphthen bekommen, kann es sinnvoll sein, besonders stark reizende Zahnpasten oder Mundspülungen zu vermeiden. Auch Hanfzahnpasta kann eine Option sein, sofern sie gut vertragen wird und für die tägliche Mundpflege geeignet ist.

Stress möglichst reduzieren: Manche Betroffene stellen fest, dass Aphthen besonders in stressigen Lebensphasen auftreten. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen können helfen, besser mit Belastungen umzugehen.

Wenn Sie häufig unter Aphthen leiden, die Beschwerden sehr stark sind oder die Schleimhautveränderungen länger als zwei Wochen bestehen bleiben, sollten Sie einen Zahnarzt oder Arzt aufsuchen. Wiederkehrende Aphthen können gelegentlich auch mit Nährstoffmängeln oder anderen Erkrankungen zusammenhängen.

Fazit

CBD ist aufgrund seiner möglichen entzündungshemmenden, schmerzlindernden und antimikrobiellen Eigenschaften ein interessanter Forschungsansatz. Ob es bei Aphthen tatsächlich die Schmerzen reduziert oder die Heilung beschleunigt, ist bislang jedoch nicht ausreichend wissenschaftlich bestätigt.

Für die meisten Betroffenen stehen deshalb weiterhin eine schonende Mundpflege, das Vermeiden persönlicher Auslöser und bei Bedarf geeignete Präparate zur Schmerzlinderung im Vordergrund. Wenn Sie CBD ergänzend ausprobieren möchten, wählen Sie ausschließlich Produkte, die für die Anwendung im Mund geeignet sind, und besprechen Sie die Verwendung bei anhaltenden Beschwerden oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme mit einem Arzt.

Diskussion (0)

Seien Sie der Erste, der einen Beitrag zu diesem Artikel schreibt!

Dieses Feld nicht ausfüllen