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Während der letzten zehn Jahre haben sich die Bemühungen zur Feststellung psychoaktiver Substanzen in Hanf erhöht. Das Endocannabinoid-System wurde entdeckt, welches die Physiologie nahezu aller Systeme des Körpers beeinflusst. Seine wichtigste Rolle ist der Schutz des Nervensystems, aber während der letzten zehn Jahre hat sich gezeigt, dass es auch bei weiteren Prozessen mitwirkt, z.B. bei Depression, Beklemmungszuständen, Krebsfortschritt, Vasodilatation der Knochenbildung und sogar Schwangerschaft.

 


Es wird angenommen, dass Cannabinoide (welche in Hanf auftreten, Anm.) und Endocannabinoide (welche der Organismus auf natürliche Weise produziert, Anm.) große Hilfe sind, welcher darauf wartet, entdeckt zu werden.

Raphael Mechoulam wird Ihnen eine Geschichte über die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems erzählen. Seine Forschung soll uns nicht nur helfen, Anwendung und Wirkung des Hanfs zu verstehen, sondern leistet auch einen bedeutenden Beitrag, wenn es um das Begreifen der „Neuroprotektion“ (Nervenschutz, Anm.) geht. Somit öffnete er die Tür für die Entwicklung neuer Medikamente.

Das Endocannabinoid-System

Im Jahr 1960 wurde ein Bestandteil der Hanfpflanze, genannt Tetrahydrocannabinol, entdeckt, welcher „Benebelung“ bewirkt. Zu THC wurden bereits tausende Veröffentlichungen herausgegeben. Heute wird es sogar als Medikament gegen Unwohlsein und zur Appetitanregung angewendet, welches überraschenderweise zu keiner illegalen Droge wurde - offensichtlich bevorzugen Hanfkonsumenten die Pflanze, aus der Marihuana und Haschisch hergestellt wird.

Zwei Jahrzehnte später wurde festgestellt, dass sich THC an spezifische Rezeptoren im Gehirn und dessen Umgebung bindet und diese Interaktion eine Kaskade biologischer Prozesse startet, welche zu dem wohlbekannten Zustand von Marihuana führen. Wir haben angenommen, dass die Cannabinoid-Rezeptoren nicht nur für den Bedarf der Marihuana Konsumenten, sondern eher für die mutmaßlichen Endocannabinoid-Bestandteile im Gehirn existieren, und dass diese „Signal-“Moleküle zusammen mit den Cannabinoid-Rezeptoren Teil eines biochemischen Systems sind, welches unterschiedliche physiologische Funktionen beeinflussen kann.

Bei den Bemühungen, diese unbekannten mutmaßlichen Signalmoleküle zu identifizieren, hat unsere Forschungsgruppe im Jahr 1990 erfolgreich zwei endogene Bestandteile isoliert. Den Ersten im Gehirn, genannt Anandamid (Ananda – Freude), und den Zweiten aus dem Darm mit der Bezeichnung 2-Arachidonoylglycerol (2-AG).

Neuroprotektion

Das Haupt-Endocannabinoid (2-AG) wurde im zentralen Nervensystem und dessen Umgebung festgestellt. Zum Beispiel wurden bei Mäusen nach einer inneren Gehirnverletzung ihre (2-AG) Werte verstärkt und das sowohl auf Endocannabinoid- als auch auf Cannabinoid-Weise. Das Ergebnis war ein höherer Schutz bei unzureichender Durchblutung von Gewebe und Organen (Ischämie) und dem Sterben von Nervenzellen (Exzitotoxizität). 2-AG hilft auch, die hämato-enzephalitische Barriere nach inneren Kopfverletzungen zu reparieren. Diese Wirkung kann von der Fähigkeit der Cannabinoide (CBD) kommen, mittels verschiedener biochemischer Mechanismen zu handeln.

Endocannabinoide wirken mittels spezifischen Cannabinoid-Rezeptoren, von denen CB1 die am häufigsten auftretenden Rezeptoren im zentralen Nervensystem sind. Bei Mäusen, denen die CB1-Rezeptoren ausgeschaltet wurden, verläuft die Regeneration nach einer traumatischen Gehirnverletzung deutlich langsamer und sie reagieren nicht auf eine 2-AG Behandlung. In den letzten Jahren haben einige Forschergruppen verzeichnet, dass die CB2-Rezeptoren auch im Gehirn gebildet werden, insbesondere als Reaktion auf zahlreiche neurologische Erkrankungen und sie offensichtlich als Schutzmechanismus durch Endocannabinoide aktiviert werden.


Ähnlich wie sich im Laufe der Evolution das Immunsystem zum Schutz vor Mikroben entwickelt hat, hat sich auch das weniger bekannte Endocannabinoid-System zum Zweck des Schutzes entwickelt. Es beschränkt zum Beispiel Beschädigungen nach Hirntraumata, reduziert das Ausmaß von Hirnödemen und hilft bei der Erneuerung infolge neurologischer Verletzungen.

Klinische Bedeutung 

Weiterhin wird angenommen, dass das Endocannabinoid-System in der Entwicklung einer Leber-Enzephalopathie eingebunden sein kann, einem neuropsychiatrischen Syndrom, hervorgerufen durch ein rasantes Leberversagen. Bei Tieren haben sich nach der Verabreichung von 2-AG tatsächlich die neurologischen Abläufe und die kognitiven Funktionen (Wahrnehmung und Denken, Anm.) verbessert. Die Autoren kamen so zu der Schlussfolgerung, dass das Endocannabinoid-System eine wichtige Rolle in der Pathogenese der Leber-Enzephalopathie besitzen kann.

Das Endocannabinoid-System ist bei Säugetieren in den Schutzmechanismus des Körpers eingebunden und spielt so eine wichtige schützende Rolle bei einer langen Liste von Krankheiten, wie der Entwicklung von Multipler Sklerose sowie der Alzheimer- und Parkinson-Krankheit. Das öffnet einen Weg zu neuen therapeutischen Möglichkeiten.

Viele weitere Endocannabinoide – insbesondere verschiedene Ethanolamide ungesättigter Fettsäuren und Glycerol Verbindungen, welche heutzutage bekannt und als Mitglieder der großen „Endocannabinoid Familie“ angesehen werden. Endogene Cannabinoide, Cannabinoid-Rezeptoren und verschiedene Enzyme, welche in dessen Vereinigung und Absenkung eingebunden sind, bilden das Endocannabinoid-System.

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Schlussfolgerung

Die oben beschriebene Untersuchung, welche das Endocannabinoid-System betrifft, ist sowohl für die Grundlagenforschung, als auch für Therapien bedeutend:

  • Die Entdeckung des aktiven Bestandteils im Hanf half beim Verständnis der Hanfanwendung und seinen Wirkungen
  • Die Entdeckung der Endocannabinoide ist notwendig für die Entwicklung neuer biochemischer Systeme und dessen physiologischer Rollen – insbesondere in der Neuroprotektion.
  • Diese Entdeckungen öffneten die Tür für die Entdeckung neuer Typen von Mitteln, wie zum Beispiel THC für die Behandlung von Unwohlsein und für die Verbesserung des Appetits bei kachektischen Patienten.
  • Das Endocannabinoid-System ist in die Abwehrreaktion der Körper von Säugetieren eingebunden. Es spielt eine bedeutungsvolle schützende Rolle bei einer langen Liste von Krankheiten, wie der Entwicklung von Multipler Sklerose sowie der Alzheimer- und Parkinson-Krankheit, was einen Weg zu neuen therapeutischen Möglichkeiten öffnet.
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