Wie kann CBD bei der Behandlung von Asthma helfen?
Autorin des Artikels: Lucie Garabas
Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, von der weltweit mehr als 363 Millionen Menschen betroffen sind (Informationen der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahr 2026). Die typischen Symptome – Atemnot, Husten, pfeifende Atmung und Engegefühl in der Brust – kennen Asthmatiker sehr gut. Die klassische Behandlung umfasst Bronchodilatatoren und Kortikosteroide, dennoch suchen immer mehr Menschen nach einer ergänzenden Unterstützung durch natürliche Stoffe. Heute schauen wir uns natürliche Nahrungsergänzungsmittel genauer an, insbesondere CBD und den Vitalpilz Reishi.
Zusammenfassung des Artikels:
- CBD kann helfen, Asthma-Beschwerden zu lindern – insbesondere Entzündungen und eine Verengung der Atemwege. Es gibt jedoch keine Belege dafür, dass CBD Asthma heilen kann.
- Die Wirkung hängt vor allem mit entzündungshemmenden Eigenschaften und einer möglichen Entspannung der Bronchien zusammen, was Häufigkeit und Intensität der Beschwerden reduzieren kann.
- CBD eignet sich ausschließlich als ergänzende Unterstützung und sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden. Es ersetzt keine Standardtherapie bei Asthma.
Wie entsteht Asthma?
Asthma entsteht durch eine Kombination aus Entzündung und Überempfindlichkeit der Bronchien. Bei Kontakt mit Auslösern wie Allergenen, kalter Luft, körperlicher Belastung, Stress oder Infektionen verengen sich die Bronchien, füllen sich mit Schleim und das Atmen wird anstrengend. Asthmaanfälle können mild verlaufen, aber auch lebensbedrohlich werden.
Eine zentrale Rolle spielt dabei eine Fehlregulation des Immunsystems – der Körper reagiert übermäßig stark auf Reize, die bei gesunden Menschen keine Reaktion auslösen würden.

Asthma geht meist mit folgenden Symptomen einher:
- Atemnot: Das Gefühl, nicht tief genug einatmen zu können. Sie kann gelegentlich oder regelmäßig auftreten und von leicht bis stark ausgeprägt sein.
- Husten: Asthma kann trockenen oder schleimigen Husten verursachen, der sich besonders nachts oder am frühen Morgen verschlimmert.
- Engegefühl in der Brust: Manche Menschen mit Asthma verspüren Druck, Enge oder Schwere in der Brust, was mit einem eingeschränkten Luftstrom zusammenhängt.
- Pfeifende Atmung: Asthma kann pfeifende oder zischende Atemgeräusche verursachen, die durch verengte Bronchien entstehen.
Asthma kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Einige Betroffene haben nur gelegentliche Beschwerden, während andere unter chronischem Asthma leiden und eine regelmäßige Behandlung benötigen.
Wie kann CBD bei Asthma unterstützen?
Der menschliche Körper verfügt über ein Endocannabinoid-System (ECS) – ein Netzwerk aus CB1- und CB2-Rezeptoren, das unter anderem Entzündungen, Immunreaktionen und Schmerzempfinden reguliert. CBD (Cannabidiol) wirkt auf dieses System indirekt – vor allem, indem es die Konzentration körpereigener Endocannabinoide erhöhen kann – ohne dabei eine psychoaktive Wirkung zu verursachen.
Entzündungshemmende Eigenschaften
Dies ist der am besten dokumentierte Mechanismus. Studien an Tiermodellen haben gezeigt, dass CBD nach einem durch Allergene ausgelösten Asthmaanfall die Produktion entzündungsfördernder Zytokine (IL-4, IL-5, IL-13) senken und Schwellungen der Atemwege reduzieren kann. Für diese immunmodulierenden Effekte sind vor allem CB2-Rezeptoren in Immunzellen verantwortlich. Die Studie finden Sie HIER.
Linderung unangenehmer Empfindungen in der Brust
Engegefühl und Druck in der Brust können bei Asthma sehr unangenehm sein. CBD besitzt laut Studien schmerzlindernde Eigenschaften, unter anderem über TRPV1-Rezeptoren und die Modulation des Endocannabinoid-Systems. Diese Eigenschaften könnten dazu beitragen, das allgemeine Unwohlsein zu reduzieren, auch wenn direkte Nachweise bei Asthma-Patienten bislang noch begrenzt sind. Studie HIER.
Entspannung der glatten Muskulatur
Die Bronchien sind von glatter Muskulatur umgeben, deren Verkrampfung die Atmung erschweren kann. Einige experimentelle Studien deuten darauf hin, dass CBD den Tonus der glatten Muskulatur beeinflussen und zu deren Entspannung beitragen könnte. Diese Effekte wurden jedoch bei Asthma-Patienten bislang nicht ausreichend in klinischen Studien bestätigt.
Reduzierung von Angst und innerer Anspannung
Asthma und Angst können sich gegenseitig verstärken – ein Anfall kann Panik auslösen, die die Beschwerden zusätzlich verschlimmert. CBD gehört zu den Stoffen mit nachgewiesenen angstlösenden Eigenschaften, die auch in klinischen Studien am Menschen untersucht wurden. Diese Wirkung könnte helfen, psychische Anspannung im Zusammenhang mit Atembeschwerden zu lindern, auch wenn direkte Belege bei Asthma-Patienten noch begrenzt sind.
Wichtig ist: Es gibt keine direkte Studie, die bestätigt, dass CBD Asthma heilen kann. Es existieren jedoch mehrere Studien, die zeigen, dass CBD Öl in Tropfenform auf bestimmte Asthma-Beschwerden unterstützend wirken kann, zum Beispiel auf:
Wie verwendet man CBD bei Asthma?
Die sichersten und geeignetsten Formen für Asthmatiker sind CBD Öl in Tropfenform und CBD Kapseln – beide Varianten werden über den Verdauungstrakt aufgenommen und reizen die Atemwege nicht.
Vaporisieren: Einige Asthmatiker berichten von Erleichterung, bei anderen kann eingeatmetes Aerosol die Bronchien reizen. Wenn Sie Vaporisieren in Betracht ziehen, beginnen Sie sehr vorsichtig und beobachten Sie genau, wie Ihr Körper reagiert.
Klinisch festgelegte Dosierungsschemata speziell für Asthma gibt es bislang nicht. Wir empfehlen, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese schrittweise zu erhöhen – idealerweise nach Rücksprache mit einem Facharzt.
Reishi: ein natürlicher Partner von CBD bei Asthma
Ganoderma lucidum, in Europa auch als Glänzender Lackporling oder Reishi bekannt, wird in der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin seit mehr als 2.000 Jahren verwendet. Die moderne Forschung zeigt nach und nach, warum dieser Pilz seit jeher so geschätzt wird – und gerade für Asthmatiker sind die Ergebnisse besonders interessant.
Biologisch aktive Inhaltsstoffe von Reishi
Reishi enthält eine besondere Kombination wertvoller Stoffe:
- Polysaccharide (insbesondere Beta-Glucane) – modulieren die Aktivität des Immunsystems und unterstützen die natürliche Abwehr, ohne sie übermäßig zu stimulieren
- Triterpene (Ganodersäuren) – besitzen ausgeprägte entzündungshemmende Eigenschaften, die in einigen Untersuchungen mit bestimmten Kortikosteroiden verglichen werden, jedoch ohne deren typische Nebenwirkungen
- Adenosin – kann zur Entspannung der glatten Bronchialmuskulatur beitragen
- Organisches Germanium – unterstützt die Sauerstoffversorgung des Gewebes
Reishi und Asthma: Was sagt die Forschung?
In der Fachliteratur veröffentlichte Studien zeigen, dass Reishi-Extrakt:
- den IgE-Spiegel senken kann – also Antikörper, die bei allergischem Asthma eine wichtige Rolle spielen. Weniger IgE kann weniger allergische Reaktionen bedeuten, die Asthmaanfälle auslösen. Studie HIER.
- die Freisetzung von Histamin aus Mastzellen hemmt – ähnlich wie Antihistaminika, jedoch ohne typische Müdigkeit. Bereits 2015 nachgewiesen.
- die Überempfindlichkeit der Bronchien reduzieren kann – die Atemwege reagieren weniger stark auf Auslöser.
- die allgemeine Lungengesundheit unterstützen kann – durch eine mögliche Verbesserung der Lungenkapazität und eine Verringerung von Atemwegsinfekten, die häufige Auslöser von Asthmaanfällen sind. Studie HIER.
Reishi als Immunmodulator, nicht als Immunstimulator
Der entscheidende Unterschied: Reishi stimuliert das Immunsystem nicht pauschal – was bei einer autoimmunen Komponente von Asthma problematisch sein könnte –, sondern hilft, es auszugleichen. Er kann eine übermäßige Th2-Antwort dämpfen, die hinter allergischen Entzündungsprozessen steht, und eine gesunde Th1/Th2-Balance unterstützen. Genau diese Ausgewogenheit ist für Menschen mit Asthma besonders wichtig.
Wie wird Reishi eingenommen?
Reishi ist in verschiedenen Formen erhältlich:
- Extrakte in Kapseln – die praktischste Form mit garantiertem Gehalt an aktiven Inhaltsstoffen
- Pulverextrakte – können Getränken beigemischt werden
- Tinkturen – mit schnellerem Wirkungseintritt
CBD + Reishi: eine sinnvolle Synergie
Diese beiden natürlichen Stoffe ergänzen sich nahezu ideal:
Die Kombination kann am selben Tag eingenommen werden, idealerweise mit etwa einer Stunde Abstand. Zum Beispiel Reishi morgens zu einer Mahlzeit und CBD Öl am Abend.
Wechselwirkungen mit Asthma-Medikamenten
CBD kann den Stoffwechsel bestimmter Medikamente über das CYP450-Enzymsystem in der Leber beeinflussen. Wenn Sie Theophyllin, Warfarin, Rifampicin oder Kortikosteroide einnehmen, sprechen Sie vor Beginn der CBD-Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt.
Reishi kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten und Antikoagulanzien leicht verstärken – auch hier gilt: Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Allgemeine Empfehlung: Halten Sie einen Abstand von mindestens 2 Stunden zwischen CBD/Reishi und jeglichen Medikamenten ein.
Fazit – natürliche Nahrungsergänzung bei Asthma verwenden oder nicht?
Weder CBD noch Reishi sind ein Ersatz für die konventionelle Asthma-Behandlung – sie können jedoch eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Beide natürlichen Produkte besitzen ein interessantes wissenschaftliches Fundament im Zusammenhang mit der unterstützenden Anwendung bei Asthma, vor allem durch ihre entzündungshemmenden und immunmodulierenden Eigenschaften. Ihre Kombination kann einen synergistischen Effekt bieten, den keiner der beiden Stoffe allein in gleichem Umfang erreicht.
Wenn Sie CBD oder Reishi ausprobieren möchten, ändern Sie Ihre bestehende Behandlung nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt.

