Seborrhö – Wie erkennt man sie und wie kann man sie auf natürliche Weise bekämpfen?
Seborrhoe, auch seborrhoische Dermatitis genannt, ist eine chronische Hauterkrankung, die die Kopfhaut, das Gesicht und manchmal auch weitere Körperbereiche betrifft. Sie verursacht unangenehmen Juckreiz und Schuppenbildung. Bei der Suche nach einer geeigneten Pflege wird immer häufiger auch die Kraft der Natur erwähnt — und genau hier können Hanfprodukte unterstützend ins Spiel kommen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wodurch Seborrhoe entsteht, welche Symptome typisch sind und wie man sie auf natürliche Weise angehen kann.

Zusammenfassung des Artikels:
- Der Artikel erklärt, was Seborrhoe beziehungsweise seborrhoische Dermatitis ist, welche Symptome besonders häufig auftreten und wie man sie von gewöhnlichen Schuppen oder anderen Hautproblemen unterscheidet.
- Er beschreibt mögliche Ursachen der Seborrhoe, darunter übermäßige Talgproduktion, psychische Belastung, hormonelle Veränderungen oder eine geschwächte Hautbarriere, und konzentriert sich auch auf die richtige Hautpflege.
- Außerdem finden Sie Tipps zur natürlichen Unterstützung der Behandlung mit Hanfkosmetik, sanften Pflegeprodukten und Empfehlungen, wann ein Besuch beim Dermatologen sinnvoll ist.
Woran erkenne ich Seborrhoe?
Seborrhoe, beziehungsweise seborrhoische Dermatitis, zeigt sich je nach Schweregrad und betroffener Körperstelle auf unterschiedliche Weise.
Typische Anzeichen sind:
- Rote Flecken auf der Haut – Im Gesicht, in den Haaren, hinter den Ohren oder auf der Brust entstehen gerötete Stellen, die leicht geschwollen sein können.
- Schuppung und Ablösen der Haut – An den betroffenen Stellen bilden sich fettige, gelbliche oder weiße Schuppen, die sich ablösen. Die Kopfhaut wirkt oft, als wäre sie von Schuppen bedeckt.
- Juckreiz und Reizung – Die Haut ist gereizt und kann stark jucken, was besonders bei vermehrtem Schwitzen sehr unangenehm ist.
- Fettige und glänzende Haut – Seborrhoe geht häufig mit einer übermäßigen Talgproduktion einher, wodurch die Haut glänzend wirkt, besonders an Stirn, Nase und Kinn.
- Verschlechterung in den Wintermonaten oder bei hoher Anspannung – Seborrhoe ist oft saisonabhängig und verschlimmert sich bei kälterem Wetter. Auch mentale Belastung und hormonelle Veränderungen können die Beschwerden verstärken.

Diese Symptome können in ihrer Intensität schwanken – manchmal verschlimmern sie sich, manchmal verschwinden sie für längere Zeit fast vollständig. Seborrhoe ist nicht ansteckend, kann aber unangenehm sein und die Lebensqualität beeinträchtigen.
Bei wem tritt Seborrhoe am häufigsten auf?
Seborrhoe kann bei verschiedenen Personengruppen auftreten, auch wenn bestimmte Faktoren die Wahrscheinlichkeit erhöhen.
1. Neugeborene und kleine Kinder – Seborrhoe ist bei Neugeborenen häufig und wird oft als Milchschorf bezeichnet. Sie zeigt sich durch Schüppchen auf der Kopfhaut, ist harmlos und verschwindet meist innerhalb weniger Monate.
2. Jugendliche und junge Erwachsene – Seborrhoe tritt häufig in der Pubertät auf, wenn die Talgproduktion aufgrund hormoneller Veränderungen zunimmt. Dieses Alter ist auch typisch für Schuppen, die eine der Erscheinungsformen der Seborrhoe sein können.
3. Erwachsene mittleren Alters – Seborrhoe kann auch im Erwachsenenalter auftreten, besonders bei Männern zwischen 30 und 60 Jahren, wenn die Haut anfälliger für übermäßige Talgproduktion und entzündliche Reaktionen ist. Bei Frauen kann sie ebenfalls vorkommen, jedoch seltener.
4. Menschen mit fettiger Haut – Seborrhoe ist häufiger bei Personen, die generell fettige Haut und fettiges Haar haben, da ihre Talgdrüsen zu viel Hautfett produzieren.
5. Personen mit geschwächter Immunabwehr – Seborrhoe tritt häufiger bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf. Auch Menschen, die sich in einer belastenden Lebensphase befinden oder chronisch krank sind, neigen eher dazu.
6. Menschen mit neurologischen und psychischen Erkrankungen – Seborrhoe kommt häufig bei Menschen mit Parkinson, Depressionen oder anderen neurologischen Störungen vor. Der genaue Zusammenhang ist nicht vollständig geklärt, aber gut dokumentiert.
7. Umwelt- und Lebensstilfaktoren – Anhaltende Anspannung, Schlafmangel, ungeeignete Ernährung, etwa ein Mangel an essenziellen Fettsäuren oder Vitaminen, kaltes Wetter oder Jahreszeitenwechsel können die Symptome der Seborrhoe verschlechtern.
Seborrhoe ist nicht ansteckend und kann grundsätzlich jeden betreffen, die genannten Faktoren erhöhen jedoch das Risiko.
Seborrhoe vs. seborrhoische Dermatitis
Diese beiden Begriffe werden oft synonym verwendet, es gibt jedoch einen Unterschied:
- Seborrhoe bezeichnet lediglich eine erhöhte Produktion von Hauttalg durch die Talgdrüsen — also die Talgproduktion selbst, ohne Entzündung.
- Seborrhoische Dermatitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die mit Seborrhoe zusammenhängt, aber zusätzlich Entzündung, Schuppung, Juckreiz und Rötung umfasst. Eine Schlüsselrolle bei ihrer Entstehung spielt der Hefepilz Malassezia, der sich in talgreicher Umgebung vermehren kann.
Vereinfacht gesagt: Seborrhoe ist die Ursache, seborrhoische Dermatitis ist die Erkrankung, die daraus entstehen kann.
Behandlung von Seborrhoe
Die Behandlung der Seborrhoe hängt von der Schwere der Symptome und den betroffenen Körperbereichen ab. Die meisten Fälle werden mit einer Kombination aus äußerlich angewendeten Präparaten und Shampoos behandelt, die helfen, Entzündung, Schuppung und Juckreiz zu reduzieren.
Zu den gängigsten Behandlungsmethoden gehören:
- Medizinische Shampoos, zum Beispiel mit Ketoconazol, Zinkpyrithion, Selensulfid oder Tea-Tree-Öl
- Äußerlich angewendete Kortikosteroide, in schwereren Fällen auf ärztliche Verordnung
- Äußerlich angewendete antimykotische, also pilzhemmende, Cremes
- Phototherapie
- Weitere verschreibungspflichtige Medikamente
- Anpassung des Lebensstils
Natürliche Pflege bei Seborrhoe: Wie man die Haut ohne aggressive Chemie beruhigt
1. CBD-Kosmetik und Hanfprodukte
CBD-Öl, innere Anwendung: CBD, also Cannabidiol, besitzt gut dokumentierte entzündungshemmende Eigenschaften. Ein umfassender Überblick aus dem Jahr 2025 bestätigte, dass CBD über das Endocannabinoid-System der Haut wirkt und entzündungshemmende, antioxidative sowie lipostatische Effekte zeigt — also die Fähigkeit, eine übermäßige Talgproduktion zu regulieren. Klinische und präklinische Hinweise unterstützen seine Wirksamkeit bei seborrhoischer Dermatitis. Einige Tropfen täglich können helfen, Entzündung und Juckreiz zu lindern.
CBD-Haarkosmetik, äußerliche Anwendung — am besten belegt: Shampoos und Conditioner mit CBD und Hanföl sind ideal zur Pflege gereizter Kopfhaut. Die äußerliche Anwendung von CBD verfügt derzeit über die stärkste wissenschaftliche Grundlage unter den Anwendungsformen. CBD unterstützt die Regeneration und beruhigt entzündlich gereizte Haut. Hanföl versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und essenziellen Fettsäuren, hilft, das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen und Schuppung vorzubeugen.
Hanfsalbe für die Haut: Für betroffene Bereiche außerhalb der Kopfhaut, etwa Gesicht oder Brust, ist Hanfsalbe eine sehr gute Lösung. Sie hilft, Rötung, Schuppung und Juckreiz zu beruhigen.
2. Jojobaöl
Jojobaöl ähnelt in seiner Zusammensetzung dem natürlichen Hauttalg und kann die Haut beruhigen und nähren. Eine regelmäßige Anwendung auf den betroffenen Stellen, besonders in den Haaren, kann die Schuppenbildung reduzieren und die Regeneration unterstützen.
3. Tea-Tree-Öl
Dieses ätherische Öl besitzt natürliche pilzhemmende und antibakterielle Eigenschaften. Aktuelle klinische Leitlinien aus dem Jahr 2025 führen Tea-Tree-Öl als einen der üblichen Wirkstoffe frei verkäuflicher Shampoos gegen Seborrhoe auf — neben Ketoconazol, Zinkpyrithion und Selensulfid. Geben Sie einige Tropfen in Ihr Shampoo oder verdünnen Sie es in einem Trägeröl, zum Beispiel Hanföl, und tragen Sie es direkt auf die betroffenen Stellen auf.
4. Aloe Vera
Aloe-Vera-Gel ist für seine feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Eigenschaften bekannt. Natürliches Aloe-Vera-Gel kann direkt auf die betroffenen Bereiche aufgetragen werden — es hilft, Rötungen und Schuppung der Haut zu reduzieren.
5. Apfelessig
Apfelessig besitzt antibakterielle Eigenschaften und kann helfen, den natürlichen pH-Wert der Haut wiederherzustellen. Mischen Sie ihn im Verhältnis 1:1 mit Wasser und tragen Sie ihn auf die Kopfhaut oder andere betroffene Stellen auf. 5–10 Minuten einwirken lassen und anschließend ausspülen.
6. Kokosöl
Kokosöl hat stark feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Eigenschaften. Massieren Sie es in die Haut oder Kopfhaut ein, um Juckreiz und Schuppung zu reduzieren.
7. Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren, die in Fischöl, Hanföl sowie Lein- oder Hanfsamen enthalten sind, können helfen, Entzündungsprozesse zu verringern und die Talgproduktion zu regulieren. Eine Ernährung mit Lebensmitteln, die reich an diesen Fettsäuren sind, oder eine gezielte Ergänzung kann die Hautgesundheit unterstützen.
Diese natürlichen Methoden können in Kombination mit CBD-Kosmetik und Öl spürbare Erleichterung bringen und helfen, Seborrhoe besser unter Kontrolle zu halten. Denken Sie daran: Regelmäßigkeit und konsequente Pflege sind der Schlüssel zum Erfolg!
Hausmittel: Was hilft bei Seborrhoe?
Hier finden Sie eine Übersicht bewährter natürlicher Tipps, die helfen können, die Anzeichen von Seborrhoe zu mildern:
Kamillentee
Kamille besitzt natürliche entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften. Bereiten Sie einen starken Kamillentee zu, lassen Sie ihn abkühlen und verwenden Sie ihn als Spülung für die betroffene Kopfhaut oder das Gesicht. Kamille hilft, Rötung und Reizung zu verringern.
Haferflocken
Haferflocken sind bekannt für ihre beruhigende Wirkung auf die Haut. Mischen Sie eine Handvoll Flocken mit Wasser, sodass eine Paste entsteht, und tragen Sie sie sanft auf die betroffenen Bereiche auf. 10–15 Minuten einwirken lassen und anschließend abspülen. Haferflocken lindern Juckreiz und Trockenheit der Haut.
Honigmaske
Honig ist ein natürlicher antibakterieller und feuchtigkeitsspendender Helfer, der gereizte Haut beruhigen und Entzündungen reduzieren kann. Mischen Sie Honig mit etwas warmem Wasser, tragen Sie ihn auf die betroffenen Stellen auf und lassen Sie ihn 20–30 Minuten einwirken. Danach abspülen.
Brennnesselspülung
Brennnessel hat reinigende und entzündungshemmende Eigenschaften, die bei der Pflege von Seborrhoe hilfreich sein können. Bereiten Sie einen starken Brennnesselsud zu und verwenden Sie ihn nach dem Abkühlen als Haarspülung oder auf der betroffenen Haut.
Essigspülung
Apfelessig ist ein traditionelles Mittel bei vielen Hautproblemen, vor allem dank seiner antibakteriellen und pH-ausgleichenden Eigenschaften. Verdünnen Sie Apfelessig mit Wasser im Verhältnis 1:1 und tragen Sie ihn auf die Kopfhaut oder das Gesicht auf. Essig hilft, überschüssigen Talg zu entfernen und Juckreiz zu lindern.
Diese Hausmittel können eine sinnvolle Ergänzung zur professionellen Haut- und Kopfhautpflege bei Seborrhoe sein. Natürliche Inhaltsstoffe helfen oft, Beschwerden zu mildern, ohne aggressive chemische Stoffe einzusetzen.
Autorin: Lucy Garabas
