Wie kann man Haarausfall bekämpfen?

Autorin des Artikels: Lucy Garabas

 

Haarausfall ist ein sensibles Thema, das nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch das Selbstbewusstsein beeinflusst. Haarausfall kann viele verschiedene Ursachen haben – von genetischen Faktoren bis hin zum Lebensstil. Heute gibt es jedoch zahlreiche wirksame Möglichkeiten, gezielt dagegen vorzugehen. Von der richtigen Haarpflege mit geeigneter Kosmetik über eine ausgewogene Ernährung bis hin zu verschiedenen Behandlungsmethoden, die dabei helfen können, den Haarausfall zu reduzieren. Gehen wir gemeinsam den Weg im Kampf gegen Haarausfall und unterstützen wir die Gesundheit der Haare von der Wurzel bis in die Spitzen.

 

Haarausfall

Zusammenfassung des Artikels:

  • Haarausfall kann viele Ursachen haben – genetische Faktoren, hormonelle Veränderungen, Stress, eine unausgewogene Ernährung oder Erkrankungen. Bei starkem oder plötzlich auftretendem Haarausfall sollten Sie immer einen Dermatologen aufsuchen.
  • CBD kann bei Haarausfall unterstützend wirken – eine Studie aus dem Jahr 2023 stellte nach sechsmonatiger Anwendung eines topischen Präparats mit Hanf-Cannabinoiden einen durchschnittlichen Anstieg der Haaranzahl um 246 % fest.
  • Neben CBD-Shampoo und CBD-Öl lassen sich die Haare auch von innen unterstützen – beispielsweise mit Hair-Complex-Kapseln, Löwenmähne, Vitaminen und einer ausgewogenen Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Zink und Eisen.

Was sind die Ursachen für Haarausfall?

Leider gibt es eine ganze Reihe möglicher Ursachen. Sehr häufig spielen genetische Faktoren oder hormonelle Veränderungen eine Rolle – beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen, Schwangerschaft, Stress, bestimmte Erkrankungen wie Lupus oder Alopezie, eine unausgewogene Ernährung oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

Was ist Alopezie?

Als Alopezie bezeichnet man den Verlust von Haaren und Körperbehaarung, der sowohl vernarbend als auch nicht vernarbend auftreten kann. Die nicht vernarbende Alopezie wird wiederum in umschriebene und diffuse Formen unterteilt.

 

Alopezie lässt sich nicht immer vollständig behandeln. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise Kortikosteroide, Immuntherapien und weitere Verfahren, die ihre Auswirkungen lindern und gleichzeitig das Haarwachstum unterstützen können. Über deren Anwendung entscheidet immer der behandelnde Arzt.

Woran erkenne ich übermäßigen Haarausfall?

Erschrecken Sie zunächst nicht, wenn Sie täglich einige ausgefallene Haare entdecken. Das bedeutet keineswegs automatisch, dass Sie unter krankhaftem Haarausfall leiden. Es ist völlig normal, dass Haarfollikel einen natürlichen Zyklus aus Wachstum, Ruhephase und Ausfall durchlaufen.

 

Übermäßiger Haarausfall kann sich folgendermaßen bemerkbar machen:

  • Sichtbar größere Mengen ausgefallener Haare – beispielsweise in der Bürste oder im Waschbecken
  • Dünner werdendes Haar
  • Deutlich mehr Haare auf der Kleidung

Haarausfall bei Frauen

Viele Menschen glauben, dass Haarausfall hauptsächlich Männer betrifft. Es wird jedoch geschätzt, dass mehr als 50 % der Frauen von deutlich stärkerem Haarausfall betroffen sind.

Welche Frauen können unter Haarausfall leiden?

Grundsätzlich kann jedes Mädchen und jede Frau von Haarausfall betroffen sein. Häufiger tritt er jedoch bei folgenden Gruppen auf:

  • Frauen über 40 Jahren.
  • Frauen nach einer Geburt aufgrund hormoneller Veränderungen.
  • Frauen, die häufig Frisuren tragen, bei denen stark an den Haaren gezogen wird, beispielsweise sehr feste Pferdeschwänze oder Zöpfe, oder aggressive chemische Haarprodukte verwenden.
  • Frauen in den Wechseljahren.

Haarausfall bei Männern

Haarausfall bei Männern steht vor allem mit genetischen Faktoren und hormonellen Veränderungen in Zusammenhang. Die häufigste Ursache ist eine erbliche Veranlagung zur Glatzenbildung, die durch das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) begünstigt wird. Dieses Hormon führt dazu, dass die Haare dünner werden und sich ihr Lebenszyklus zunehmend verkürzt.

 

Neben genetischen Faktoren können bei Männern auch Stress, eine unausgewogene Ernährung, ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, die übermäßige Verwendung aggressiver Haarprodukte sowie eine ungeeignete Pflege der Kopfhaut zum Haarausfall beitragen.

 

Haarausfall bei Männern

Wie lässt sich Haarausfall vorbeugen?

Folgende Empfehlungen können dabei hilfreich sein:

  • Ausgewogene Ernährung: Eine Ernährung mit ausreichend Eisen, Proteinen, gesunden Fetten, Vitaminen – insbesondere Vitamin A, C und E – sowie Mineralstoffen wie Zink kann die Gesundheit der Haare unterstützen.
  • Feuchtigkeit und Pflege: Pflegende Haarmasken, Öle oder Conditioner können das Haar zusätzlich mit wichtigen Nährstoffen versorgen.
  • Sanfte Haarpflege: Verwenden Sie schonende Haarpflegeprodukte, vermeiden Sie übermäßiges Bürsten und achten Sie auf eine regelmäßige, aber sanfte Reinigung.
  • Stress reduzieren: Methoden zur Stressbewältigung wie Yoga, Meditation oder Bewegung können dazu beitragen, den negativen Einfluss von Stress auf die Haargesundheit zu verringern. Alternativ können Sie auch CBD zur Unterstützung bei Stress ausprobieren.
  • Regelmäßige Untersuchung: Wenden Sie sich an einen Dermatologen oder Haarspezialisten, wenn Sie ungewöhnlich starken Haarausfall oder Veränderungen an Ihren Haaren feststellen.
  • Vorsicht bei Frisuren und Haarbehandlungen: Vermeiden Sie möglichst Frisuren, die stark an den Haaren ziehen, beispielsweise sehr straffe Pferdeschwänze, und überlegen Sie sorgfältig, wie häufig Sie Ihre Haare färben oder chemisch behandeln.

Wie wird übermäßiger Haarausfall behandelt?

Wenn Sie einen Arzt aufsuchen, kann dieser Ihnen je nach Ursache Medikamente wie Minoxidil, Finasterid oder Dutasterid verschreiben, die bei Haarausfall eingesetzt werden, und zusätzlich eine Anpassung des Lebensstils empfehlen.

 

Weitere Möglichkeiten sind beispielsweise eine Lasertherapie zur Stimulierung des Haarwachstums oder ein chirurgischer Eingriff in Form einer Haartransplantation.

 

Wenn Sie diese Methoden zunächst vermeiden möchten, können Sie auch natürliche Ansätze und die Kraft pflanzlicher Inhaltsstoffe ausprobieren – beispielsweise CBD.

Wie kann CBD bei Haarausfall helfen?

CBD kann bei Haarausfall auf unterschiedliche Weise unterstützend wirken:

  • Das Endocannabinoid-System (ECS) spielt eine wichtige Rolle beim Wachstum der Zellen der Haarfollikel. Eine Studie stellte fest, dass die Anwendung eines Hanföls mit CBD bei androgenetischer Alopezie (AGA) sowohl bei Männern als auch bei Frauen hilfreich sein kann. Die Anzahl der Haare stieg nach sechs Monaten täglicher Anwendung eines topischen Präparats mit CBD durchschnittlich um 93,5 %. Abgesehen von leicht verstärktem Haarausfall im ersten Monat wurden keine negativen Nebenwirkungen festgestellt.
  • CBD-Öl enthält eine hohe Konzentration an Vitamin E, das das Haarwachstum unterstützen und dabei helfen kann, Haarausfall zu reduzieren.
  • CBD kann außerdem zur Stressreduktion beitragen. Stress zählt zu den Risikofaktoren für Haarausfall. Die Unterstützung des Gleichgewichts des zentralen Nervensystems kann dazu beitragen, die natürliche Widerstandskraft der Haare zu erhalten und dünner werdendem Haar entgegenzuwirken.
  • CBD kann die Durchblutung fördern, wodurch die Kopfhaut beruhigt und das Haarwachstum im Bereich der Haarfollikel unterstützt werden kann.
  • CBD kann außerdem dabei helfen, Entzündungen zu reduzieren und dadurch ein günstigeres Umfeld für gesundes Haarwachstum zu schaffen.

Neue Studie aus dem Jahr 2023: Hanf-Cannabinoide im Vergleich mit Minoxidil und Finasterid

Im Jahr 2023 wurde im International Journal of Trichology eine Studie mit 31 Patienten mit androgenetischer Alopezie – der häufigsten Form des Haarausfalls bei Männern und Frauen – veröffentlicht. Die Teilnehmer verwendeten sechs Monate lang täglich ein topisches Präparat mit einem Hanfextrakt, das CBD, CBDV und THCV enthielt. Die Ergebnisse waren bemerkenswert:

  • Die Haaranzahl nahm durchschnittlich um 246 % zu – bei einzelnen Teilnehmern sogar um bis zu 2000 %.
  • Bei allen 31 Teilnehmern wurde erneutes Haarwachstum festgestellt.
  • Männer verzeichneten im Durchschnitt eine stärkere Zunahme als Frauen.
  • Es wurden keine negativen Nebenwirkungen festgestellt.
  • Die Autoren der Studie kamen zu dem Ergebnis, dass das verwendete Hanfpräparat wirksamer war als oral eingenommenes Finasterid, 5%iges Minoxidil sowie ein ausschließlich auf CBD basierender Extrakt.

Als Wirkmechanismus wird die Blockierung von CB1-Rezeptoren beschrieben. Über diese Rezeptoren können Cannabinoide den Wachstumszyklus der Haarfollikel beeinflussen und den Übergang der Follikel in die aktive Wachstumsphase – die sogenannte Anagenphase – unterstützen.

Wie kann CBD gegen Haarausfall angewendet werden?

Eine geeignete Möglichkeit ist die Verwendung von Haarpflegeprodukten mit CBD, beispielsweise eines CBD-Shampoos und eines Conditioners mit CBD.

 

Verwenden Sie das CBD-Shampoo mindestens zweimal täglich und lassen Sie es vor dem Ausspülen jeweils einige Minuten einwirken.

 

Durch die ergänzende Verwendung eines Conditioners mit CBD erhalten die Haare eine umfassende Pflege bis hin zu den Wurzeln.

 

Zusätzlich zur CBD-Kosmetik empfehlen wir die Einnahme von CBD-Ölen. Diese werden innerlich angewendet und wirken auf das Endocannabinoid-System, das unter anderem Stress und Entzündungsprozesse beeinflusst.

Natürliche Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Haare

Die Haare können auch von innen unterstützt werden. Zusätzlich zu CBD-Ölen empfehlen wir folgende natürliche Produkte:

  • Hair Complex Kapseln – ein speziell zusammengestellter Nährstoffkomplex zur gezielten Unterstützung von Haaren, Nägeln und Haut. Eine praktische Lösung für die tägliche Unterstützung von innen, ohne mehrere unterschiedliche Produkte miteinander kombinieren zu müssen.
  • Löwenmähne (Lion's Mane) – unter den Pilzen der traditionellen chinesischen Medizin gehört die Löwenmähne zu den wissenschaftlich besonders interessanten Arten für die Unterstützung der Haare. Sie stimuliert die Produktion des Nervenwachstumsfaktors (NGF), der die Gesundheit der Haarfollikel unterstützen kann. Studien zeigen, dass Polysaccharide aus Löwenmähne die Vermehrung von Zellen der Haarfollikel direkt stimulieren können. Darüber hinaus enthält sie Substanzen, die möglicherweise ein Enzym hemmen, das Testosteron in DHT umwandelt – einen der wichtigsten Faktoren bei erblich bedingtem Haarausfall bei Männern.
  • Reishi – wirkt indirekt über die Unterstützung bei Stress und einem erhöhten Cortisolspiegel. Chronischer Stress kann ein sogenanntes telogenes Effluvium verursachen – einen Zustand, bei dem vermehrt Haare in die Ruhephase wechseln und anschließend ausfallen. Reishi kann dabei helfen, diesen Zustand abzumildern und gleichzeitig die Durchblutung der Kopfhaut zu unterstützen.

Hausmittel: Was hilft gegen Haarausfall?

Bereits unsere Großmütter empfahlen verschiedene Hausmittel gegen Haarausfall:

  • Rosmarin- oder Brennnesselaufgüsse – sie können die Durchblutung der Kopfhaut fördern und bei Schuppen helfen.
  • Kokos- oder Hanföl – empfohlen wird, das Öl in die Haare einzumassieren, etwa eine Stunde einwirken zu lassen und anschließend auszuspülen.
  • Eiermaske – schlagen Sie ein Ei auf, arbeiten Sie es in die Haare ein, lassen Sie es etwa eine halbe Stunde einwirken und waschen Sie die Haare anschließend gründlich.
  • Kopfmassage – für ein gesundes Haarwachstum ist eine gute Durchblutung der Kopfhaut wichtig. Regelmäßige Massagen können diese fördern.

Weitere empfohlene Vitamine bei Haarausfall:

  • Vitamine der B-Gruppe
  • Vitamin E
  • Vitamin A
  • Vitamin C

Welche Lebensmittel eignen sich zur Unterstützung bei Haarausfall?

  • Eier
  • Lachs
  • Kürbiskerne
  • Sojabohnen
  • Hülsenfrüchte
  • Rindfleisch
  • Süßkartoffeln
  • Haferflocken
  • Nüsse

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