Nahrungsergänzungsmittel für das Gedächtnis: Was wählen und wie findet man sich im Angebot zurecht?

Autorin des Artikels: Lucy Garabas

 

Der Begriff „Medikamente für das Gedächtnis“ wird täglich von Hunderten Menschen gegoogelt – sei es, weil sie Unterstützung für sich selbst suchen oder nach Gedächtnismitteln für Senioren für ihre Eltern oder Großeltern suchen. Tatsächlich handelt es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Produkte, die in Online-Shops und Apotheken als Unterstützung für den Kopf angeboten werden, jedoch nicht um Medikamente im eigentlichen Sinne. Vielmehr sind es Nahrungsergänzungsmittel für Gedächtnis und Konzentration – Tabletten, Kapseln oder Pflaster mit Pflanzenextrakten und Vitaminen, die Konzentration, geistige Leistungsfähigkeit und psychisches Wohlbefinden unterstützen sollen. 

 

Wir haben für Sie einen übersichtlichen Artikel zusammengestellt, in dem Sie erfahren:

Medikamente für das Gedächtnis oder Nahrungsergänzungsmittel? Wo liegt der Unterschied?

Echte Medikamente für das Gedächtnis – also zugelassene Arzneimittel, die bei konkreten Diagnosen wie Demenz oder Alzheimer-Erkrankung verschrieben werden – sind verschreibungspflichtig und gehören in die Hände eines Neurologen oder Hausarztes. Es handelt sich nicht um Produkte, die man aufgrund von Bewertungen einfach selbst in einer Apotheke oder einem Online-Shop auswählt.

 

Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Gedächtnisses sind dagegen frei und ohne Rezept erhältlich. Dabei handelt es sich nicht um Arzneimittel, sondern um Ergänzungsmittel, die normale Körperfunktionen unterstützen sollen. Für Menschen, die ihre Konzentration bei der Arbeit oder beim Lernen fördern möchten oder ihre geistige Leistungsfähigkeit im Alter unterstützen wollen, ist diese Kategorie meist die relevantere. Wenn jedoch konkrete gesundheitliche Gedächtnisprobleme auftreten – etwa Erinnerungslücken, Verwirrtheit oder eine schnelle Verschlechterung – sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht zur Behandlung solcher Zustände bestimmt.

Was ist gut für das Gedächtnis: Vitamine, Kräuter und Nährstoffe, die sinnvoll sein können

Wer sich fragt „Was ist gut für das Gedächtnis?“ oder „Was hilft dem Gedächtnis?“, kann die Antwort grundsätzlich in drei Gruppen unterteilen:

Vitamine für Gedächtnis und Konzentration

Das Nervensystem benötigt für seine normale Funktion vor allem Vitamine der B-Gruppe (B6, B12, Folsäure), Vitamin D und Magnesium. Für Vitamin D3 und K2 gibt es zudem zugelassene nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.

Kräuter für Gedächtnis und Konzentration

Sowohl die traditionelle Phytotherapie als auch die moderne Forschung beschäftigen sich häufig mit folgenden Pflanzen: Ginkgo biloba, Bacopa monnieri, auch Brahmi genannt und traditionell mit Gedächtnis und Lernen verbunden, Rhodiola rosea sowie Ginseng als Adaptogene zur Unterstützung in Phasen von Müdigkeit und Stress. In den letzten Jahren gewinnt außerdem die Löwenmähne (Hericium erinaceus) zunehmend an Beliebtheit. Dieser Vitalpilz wird unter anderem im Zusammenhang mit dem Nervenwachstumsfaktor NGF untersucht – einem Protein, das für Nervenzellen von Bedeutung ist.

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Omega-3-Fettsäuren, insbesondere DHA

DHA ist ein Bestandteil des Gehirngewebes und trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei.

 

Keine dieser Substanzen ist ein Wundermittel und keine ersetzt ausreichenden Schlaf, Bewegung und eine abwechslungsreiche Ernährung. Diese Faktoren bleiben die Grundlage, auf der Nahrungsergänzungsmittel lediglich aufbauen können.

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Vitamine für das Gedächtnis bei Studenten vs. Gedächtnismittel für Senioren

Die Bedürfnisse unterscheiden sich je nach Alter und Lebenssituation deutlich – und damit auch die Produkte, die sinnvoll sein können:

    • Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel für Studenten konzentrieren sich häufig auf die Unterstützung der kurzfristigen Konzentration und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress in Prüfungsphasen. Typisch sind Kombinationen aus Adaptogenen wie Ginseng, Rhodiola oder Ashwagandha und Pflanzen, die traditionell mit Gedächtnis und Konzentration verbunden werden, beispielsweise Ginkgo oder Bacopa. Ziel ist es, anspruchsvolle Phasen zu bewältigen, ohne sich ausschließlich auf Koffein oder Energy-Drinks zu verlassen.
    • Gedächtnismittel für Senioren – genauer gesagt Nahrungsergänzungsmittel für Senioren – sind meist anders ausgerichtet. Im Fokus stehen die langfristige Unterstützung normaler Gehirnfunktionen und eine ausreichende Versorgung des Nervensystems, beispielsweise mit Vitamin D3 und K2 sowie Omega-3-Fettsäuren. Gerade bei Senioren ist es besonders wichtig, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorher mit einem Arzt oder Apotheker zu besprechen, da verschiedene Pflanzenextrakte – beispielsweise Ginkgo biloba – Wechselwirkungen mit blutverdünnenden oder anderen verschreibungspflichtigen Medikamenten haben können. Ein beliebtes Produkt für ältere Menschen ist beispielsweise Hanföl im Fischfett mit CBD, das CBD, DHA und ungesättigte Omega-Fettsäuren enthält.
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Darreichungsformen von Nahrungsergänzungsmitteln für das Gedächtnis

Ganz gleich, ob Sie nach Tabletten für das Gedächtnis, Gedächtniskapseln oder Pulver für Konzentration und Gedächtnis suchen – die Darreichungsform allein entscheidet nicht über die Qualität. Entscheidend sind die Zusammensetzung und die Dosierung der enthaltenen Wirkstoffe. Trotzdem lohnt es sich zu wissen, worin sich die einzelnen Formen unterscheiden:

 

Kapseln gehören zu den häufigsten Formen von Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung von Gedächtnis und Konzentration. Sie ermöglichen eine genaue Dosierung und die Kombination mehrerer Extrakte in einer täglichen Portion. Pulver lassen sich auflösen und sind praktisch in Getränke integrierbar, allerdings ist eine genaue Dosierung ohne Messlöffel oft schwieriger. Relativ neu auf dem Markt sind Pflaster mit schrittweiser Freisetzung der Inhaltsstoffe. Ihr Vorteil liegt in der kontinuierlichen Abgabe über einen längeren Zeitraum – häufig bis zu 12 Stunden – ohne während des Tages an eine weitere Tablette denken zu müssen.

Was verwendeten unsere Großmütter für das Gedächtnis?

Bevor es Kapseln mit standardisierten Extrakten gab, hatte jede Großmutter ihr eigenes Hausrezept. Viele dieser traditionellen Gewohnheiten sind auch aus heutiger Sicht durchaus nachvollziehbar – lediglich genaue Dosierungen und klinische Studien fehlten damals.

 

Ein Klassiker war am Morgen Melissen- oder Rosmarintee. Rosmarin wurde in der Volksheilkunde traditionell mit geistiger Frische in Verbindung gebracht, und auch heute wird sein Aroma im Zusammenhang mit Aufmerksamkeit und Stimmung untersucht. Dazu kamen häufig Brot mit Honig und Walnüssen als Zwischenmahlzeit, Eigelb als Cholinquelle für das Nervensystem oder regelmäßig Fisch einmal pro Woche wegen der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren – im Grunde also dieselben Stoffe, die heute häufig in Form von DHA-Kapseln ergänzt werden.

 

Dazu gehörten oft ein kurzer Mittagsschlaf sowie Kreuzworträtsel oder lautes Lesen am Abend – also Aktivitäten, die man heute als kognitives Training bezeichnen würde.

 

Hausmittel unserer Großmütter waren nie ein Ersatz für einen vernünftigen Lebensstil, sondern ein Bestandteil davon. Das gilt auch heute: Kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt Schlaf, Bewegung an der frischen Luft und soziale Kontakte mit Menschen, mit denen man sich gerne austauscht.

Konkrete Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung von Gedächtnis und Konzentration

Auf die Frage „Was verbessert das Gedächtnis?“ oder „Was ist am besten zur Unterstützung des Gedächtnisses?“ gibt es keine einzige universelle Antwort. Entscheidend ist vielmehr, welche Kombination von Inhaltsstoffen und welche Darreichungsform sich sinnvoll in Ihren Alltag integrieren lässt.

 

Für die langfristige Unterstützung von Konzentration und Belastbarkeit in stressigen Phasen kann ein komplexeres Produkt sinnvoll sein, das mehrere Adaptogene miteinander kombiniert. Ein Beispiel sind die Gehirn-Booster-Kapseln, die verschiedene Pflanzenextrakte wie Ginkgo biloba, Bacopa, Ginseng, Rhodiola, Ashwagandha, Tulsi und Gotu Kola kombinieren. Die Wirkung solcher Adaptogen-Kombinationen entwickelt sich in der Regel nicht wie ein kurzfristiger Koffein-Kick, sondern soll sich bei regelmäßiger Einnahme schrittweise entfalten.

 

Wenn Sie sich für eine gezielte Unterstützung der geistigen Leistungsfähigkeit und Konzentration interessieren, kommt beispielsweise die Löwenmähne infrage. Die Löwenmähne-Kapseln enthalten einen standardisierten Extrakt aus Hericium erinaceus mit 40 % Polysacchariden. Der Vitalpilz wird unter anderem im Zusammenhang mit dem Nervenwachstumsfaktor NGF untersucht und ist daher besonders bei Menschen beliebt, die ihre mentale Klarheit und Konzentrationsfähigkeit während anspruchsvoller geistiger Arbeit unterstützen möchten.

 

Für Situationen, in denen Sie Ihre Konzentration im Tagesverlauf unterstützen möchten – beispielsweise an einem anspruchsvollen Arbeitstag, während einer Prüfung oder auf einer längeren Fahrt – können Pflaster eine praktische Alternative zu Tabletten darstellen. Solche Konzentrationspflaster kombinieren je nach Produkt beispielsweise Ginkgo biloba und Bacopa mit weiteren Inhaltsstoffen wie Vitamin B3, Acetyl-L-Carnitin, 5-HTP, Magnesium-L-Threonat, grünem Tee und Folsäure. Durch die schrittweise Freisetzung können die enthaltenen Stoffe über einen längeren Zeitraum abgegeben werden, ohne dass während des Tages an eine weitere Einnahme gedacht werden muss.

 

Als grundlegende und langfristige Unterstützung der Nährstoffversorgung von Gehirn und Nervensystem können außerdem BCP Kapseln mit D3, K2 und DHA interessant sein. Ihre Stärke liegt insbesondere in der Kombination der Vitamine D3 und K2 mit DHA aus Meeresalgen. DHA ist eine Omega-3-Fettsäure und natürlicher Bestandteil des Gehirngewebes. Beta-Caryophyllen (BCP) ist als natürliche aromatische Verbindung beispielsweise in Gewürznelken und schwarzem Pfeffer enthalten. Die ernährungsphysiologische Bedeutung des Produktes liegt vor allem in der Kombination aus D3, K2 und DHA.

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Die besten Mittel für das Gedächtnis – Erfahrungen und Bewertungen

Wenn Menschen nach Erfahrungen mit den besten Mitteln für das Gedächtnis suchen, möchten sie meistens vor allem eines wissen: Bringt das Produkt tatsächlich etwas oder handelt es sich lediglich um Marketing? Bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Pflanzenextrakten und Adaptogenen berichten Nutzer häufig von ähnlichen subjektiven Erfahrungen – beispielsweise einer allmählich verbesserten Konzentrationsfähigkeit über mehrere Tage oder Wochen, weniger Ablenkbarkeit bei der Arbeit oder beim Lernen und einem ausgeglicheneren Gefühl im Alltag. Im Gegensatz zu Koffein handelt es sich dabei nicht um einen unmittelbaren stimulierenden Effekt, sondern um Produkte, die für eine regelmäßige Einnahme konzipiert sind.

 

Bewertungen sollten dennoch immer mit einer gesunden Portion Skepsis betrachtet werden. Es handelt sich um subjektive Erfahrungen und nicht um klinische Studien. Auch der Placeboeffekt kann bei der Wahrnehmung eines „klareren Kopfes“ eine Rolle spielen.

Was ist am besten für das Gedächtnis: So treffen Sie die richtige Wahl

Eine universelle Antwort auf die Frage „Was hilft dem Gedächtnis?“ gibt es nicht. Die Auswahl sollte davon abhängen, was Sie konkret unterstützen möchten:

 

Wenn Sie eine anspruchsvolle Phase wie Prüfungen, Deadlines oder einen beruflichen Wechsel bewältigen müssen, kann ein kombiniertes Präparat mit Adaptogenen oder ein Pflaster eine praktische Möglichkeit sein. Wenn Sie Ihre geistige Leistungsfähigkeit langfristig unterstützen möchten, kann eine regelmäßige Einnahme von Löwenmähne über einen längeren Zeitraum infrage kommen. Und wenn Sie grundsätzlich auf eine gute Nährstoffversorgung von Gehirn und Körper achten möchten – beispielsweise im höheren Alter oder als Bestandteil Ihrer täglichen Ernährung – können Vitamin D3, K2 und DHA eine sinnvolle Kombination darstellen.

Worauf sollte man bei einem Nahrungsergänzungsmittel für das Gedächtnis achten?

  • Konkrete Dosierung und standardisierte Extrakte. Es reicht nicht aus, wenn auf der Verpackung lediglich „Ginkgo“ oder „Löwenmähne“ steht. Wichtig sind die enthaltene Menge in Milligramm und gegebenenfalls der Anteil bestimmter Inhaltsstoffe, beispielsweise „40 % Polysaccharide“. Ohne solche Angaben lassen sich Produkte nur schwer miteinander vergleichen.
  • Realistischer Zeitraum. Kräuter und Adaptogene funktionieren nicht wie Koffein. Wenn nach drei Tagen noch kein spürbarer Unterschied feststellbar ist, bedeutet dies nicht automatisch, dass ein Produkt ungeeignet ist. Viele pflanzliche Präparate sind für eine regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen vorgesehen.
  • Kontraindikationen und Wechselwirkungen mit Medikamenten. Verschiedene Pflanzenextrakte können Wechselwirkungen mit Medikamenten haben. Einige Produkte sind zudem nicht für Schwangere und Stillende geeignet. Wenn Sie verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen – insbesondere Blutverdünner – sollten Sie die Einnahme vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
  • Wann ein Nahrungsergänzungsmittel nicht ausreicht. Plötzliche oder schnell zunehmende Gedächtnisstörungen gehören nicht in die Hände eines Online-Shops, sondern sollten ärztlich abgeklärt werden. Nahrungsergänzungsmittel unterstützen normale Körperfunktionen, sind aber nicht zur Behandlung von Erkrankungen bestimmt.
  • Herkunft und Qualität des Produktes. Bevorzugen Sie Hersteller, die eine genaue Zusammensetzung, die Herkunft beziehungsweise den Herstellungsort und idealerweise auch unabhängige Qualitätsprüfungen angeben – statt lediglich mit allgemeinen Begriffen wie „natürlich“ zu werben.
  • Die Darreichungsform sollte zu Ihrem Alltag passen. Kapseln erfordern eine regelmäßige Einnahme zu bestimmten Zeiten. Pflaster können praktisch sein, wenn Sie tagsüber nicht an eine weitere Einnahme denken möchten. Entscheidend ist, welche Form Sie dauerhaft und zuverlässig anwenden können.
  • Regelmäßigkeit statt gelegentlicher Einnahme. Nahrungsergänzungsmittel sollten entsprechend der empfohlenen Anwendung regelmäßig eingenommen werden. Eine einzelne Kapsel direkt vor einer Prüfung garantiert keinen Effekt.

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